Umbau des U-Turms kann doch viel teurer werden
21.09.2010 | 19:56 Uhr 2010-09-21T19:56:00+0200
Dortmund.Die Finanzierung des Dortmunder U-Turms ist knapp auf Kante genäht. Noch sind die Kosten für den Umbau auf rund 49 Millionen Euro taxiert. Ab 50 Millionen stünde ein zeitaufwändiges Prüfverfahren der EU an.
Auch wenn Dortmunds Kämmerer und Kulturdezernent Jörg Stüdemann nicht müde wird zu betonen, man werde den Kostenrahmen für den Umbau des U-Turms nicht sprengen, gab er nun im Kulturausschuss seine Bedenken zu: Aktuell könne „keine Garantie dafür übernommen werden, dass die Grenze nicht doch überschritten wird.“ Deshalb diskutiere man einen Plan B.
Wenn er auf den Wirbel um das „U“ angesprochen wird, erinnert Stüdemann gern an die viel größeren Bauchschmerzen, die ihm einst das Konzerthaus in Dortmund bereitete. Doch so cool er sich gibt, lassen ihn die Finanzierungsrisiken nicht kalt. Noch sind die Kosten für den Umbau auf rund 49 Millionen Euro taxiert. Würde die 50-Millionen-Grenze überschritten, stünde ein aufwändiges Prüfverfahren der EU mit unklarem Ausgang an. Gestern gab es der Kämmerer den Mitgliedern des Kulturausschusses schriftlich: Zum jetzigen Zeitpunkt könne „keine Garantie dafür übernommen werden, dass die Grenze nicht doch überschritten wird.“
Zwar betonte Stüdemann, dass sich die Kostenschätzungen für den Umbau des „U“ nicht wesentlich verändert hätten. O-Ton: „Wir werden im Fördermittelrahmen bleiben.“ Und: Zu viele Kontrollinstanzen auf allen Ebenen von Stadt, Bezirksregierung und Land trügen dafür Sorge. Gleichwohl ließ er zumindest schriftlich auf CDU-Anfrage durchblicken, dass man schon über einen Plan B nachgedacht habe.
Worst-Case-Szenario wurde bereits diskutiert
Das Worst-Case-Szenario sei im Rahmen der jüngsten Sitzung des Koordinationskreises unter Leitung des Beauftragten der Landesregierung und im Beisein von Vertretern der Staatskanzlei, des Wirtschafts- und Wissenschaftsministeriums diskutiert worden. Dabei habe der Vertreter des Wirtschaftsministeriums vorgeschlagen, „eine Anfrage an die EU-Kommission zu richten“. Damit wolle man ausloten, wie sinnvoll es sei, „bereits vorsorglich einen Großprojektantrag zu stellen“. Die Federführung für den Antrag läge beim Wirtschaftsministerium.
Ob es soweit kommt, ist offen. Sicher ist nur, dass es zuletzt an ausreichenden Sicherheits- und Brandschutzanlagen gefehlt habe, um den nötigen Versicherungsschutz für die Kunstwerke zu bekommen. Hier müsse (vorerst provisorisch) Abhilfe geschaffen werden. Sicher ist, dass die Staubbelastung in den Ausstellungsräumen zu hoch war und reduziert werden müsse. Sicher ist, dass „ein Mehraufwand beim Personal“ nötig ist. Wie hoch die Kosten ausfallen und wer sie trägt, entscheide sich frühestens Ende Oktober.
„Durchboxen statt rumjammern
Und sicher ist auch: Dass jenseits der Kosten etliche Mitglieder des Kulturausschusses höchst unzufrieden sind. Ausschussvorsitzender Manfred Sauer (CDU) fühle sich über Monate „veralbert“ und hofft, dass die künftige Freude über den U-Turm „nicht zu teuer erkauft wird.“
Dr. Jürgen Brunsing (Grüne) beklagt, der U-Turm habe den Ausschuss seine Glaubwürdigkeit gekostet. Und Jörg Stüdemann offenbar auch Nerven. Er empfahl: „Durchboxen statt rumjammern.“
17:45
@ 21
Sie berufen sich auf den NeoNazi Schäfer und genau diese Tatsache läßt Rückschlüsse auf Ihre politische Gesinnung zu. - gehts noch?
Für die Bezeichnung Neonazi könnte Ihnen Herr Schäfer ein Verfahren nach § 185 StGB anhängen.
Und was für Sie für Rückschlüsse auf meine - vermutete - politische Gesinnung anstellen, nur weil ich Aussagen von Schäfer zum Dortmunder U zitiere, ist auch ihr Geheimnis bzw eine freche Unterstellung.
Wie wäre es mal mit Sachargumenten? Haben Sie welche?
17:03
@25: Über Geschmack läßt sich natürlich streiten und jeder hat andere Präferenzen, wenn es um das Geld geht.
Wenn sie so begeistert vom U sind, können sie sich ja finanziell beteiligen und demnächst zu nicht subventionierten Preisen Veranstaltungen besuchen.
16:54
1. Über Geschmack lässt sich trefflich streiten. Dem Einen gefällt es, dem Anderen nicht. Und das ist gut so!
2.Zu einer lebenswerten Stadt, gehören nicht nur Gasthäuser und Kanaa-Küchen -entsetzlich genug das solche Einrichtungen benötigt werden- aber in Schutt und Asche muss UNSER DORTMUND auch nicht gehen.
3. Wenn alle partikularen Interessen, die hier vertreten werden, wird nichts gelingen.
4. Nach den letzten Veröffentlichungen steht fest, wer die Zustände in den Kommunen zu vertreten hat, und das Dortmund verhältnismäßig noch gut dasteht.
5. Die Pöbelei hier hilft nix, weil wie Liebe ohne Partner, rein in die Kommunalpolitik und alles besser machen!
16:29
@24
Ähnlich substanzlose und lächerliche Aussagen wie vom Asphalt-Cowboy, mehr nicht.
15:04
Nein, der Turm ist aus meiner Sicht nicht jeden Cent wert. Aus meiner Sicht hätte er vergammeln sollen.
Das Gebäude ist absolut häßlich.
Wenn ein neues Gebäude für ein Museum nötig ist, hätte man es für weniger Geld angemessen errichten können. Platz ist ja genug da.
Das Museum wird keine zusätzlichen Besucher anlocken. Das ist beim Dfb-Museum anders.
Das Geld hätte lieber in eine BAsis-Infrastruktur gesteckt werden sollen. Es kann nicht sein, dass einfachste Dienste einer Stadt nicht angeboten werden, während auf der anderen Seite eine Ruine renoviert wird.
14:56
..und ich hab damals schon geschrieben: Irgendwo gibts noch ne Alte Lagerhalle oder Bunker wo man den ganzen Tintenkleks und wild zusammen geschweißten Schrott endlagern kann...
Naja....achja: Ich bin nicht im Sessel sitzengeblieben als die Geschiechte mit diesen beiden Betrügern losging: Ich habe mein Parteibuch (SPD) und meine Karte ZERSCHNITTEN zurückgeschickt,den Dauerauftrag gelöscht und mein Kreuzchen nur bei mir im Kalender gemacht. ich bin nach über 20 Jahren wählen nun bekennender Nichtwähler ! Weil egal welches Pack man wählt: Pack bleibt Pack..und das sind letztendlich alle Politiker. Sitzen sie in den Sesseln,wird nur noch für das eigene Wohl gesorgt !
14:39
@20
Leider gibt es hier immer noch zu viele kleinkindliche Gemüter, die wie ein Dreijähriger an der Kasse immer nur Ich auch haben will!!! schreien.
Genau das ist mir schon oft bei Ihren Ausführungen durch den Kopf geschossen. Es ist doch viel mehr so, dass Sie ein pubertäres Verhalten an den Tag legen. Zu wirklich jeden Thema haben Sie eine negative Grundeinstellung und selbst wenn es um eine Straße an der UNI handelt.
14:24
@19
Wie soll man Sie denn ernst nehmen, DoBiDo/DrFake?! Sie berufen sich auf den NeoNazi Schäfer und genau diese Tatsache läßt Rückschlüsse auf Ihre politische Gesinnung zu.
P.S. Der Turm ist jeden Cent wert, selbst wenn es am Ende 78 Millionen € sein werden.
14:11
Leider gibt es hier immer noch zu viele kleinkindliche Gemüter, die wie ein Dreijähriger an der Kasse immer nur Ich auch haben will!!! schreien.
Und sich dann hinterher bitter beklagen, wenn trotz Haushaltssperre und Bollermann in Arnsberg die Dortmunder Kasse ganz dicht machen muss. Plan B und 4,9x% scheinen ins kleine Öhrchen rein und aus dem anderen sofort wieder raus zu hallen.
14:00
@ 18
Ein so grandioses und so einzigartiges Bauwerk darf daher auch ruhig ein bisschen mehr kosten - ein bisschen (?) mehr - hallo geht es noch?
Wenn die gesamten Herstellkosten unter dem Strich bei 78 Millionen (!) stehen, dann sind das dopelt (!) so hohe Kosten, wie ursprünglich einmal angedacht. Und die jährlichen Betriebskosten sind mit ca. 6,3 Millionen Euro (!) mittlerweile dreimal (!) so hoch wie ursprünglich geplant.
Das Dortmunder U ist ein imposantes Bauwerk. Aber es ist sowohl von den Bau- wie auch von den Betriebskosten für Dortmund viel zu teuer.