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Trauer um Brüsseler Terroropfer

U-Turm leuchtet in Belgiens Nationalfarben

22.03.2016 | 17:17 Uhr
Der U-Turm als Belgier: Das Dortmunder Wahrzeichen leuchtete am Dienstagnachmittag in den belgischen Nationalfarben schwarz-gold-rot.
Der U-Turm als Belgier: Das Dortmunder Wahrzeichen leuchtete am Dienstagnachmittag in den belgischen Nationalfarben schwarz-gold-rot.Foto: Oliver Schaper

Dortmund.  Dortmund zeigt Flagge: Wegen der Terroranschläge in Brüssel zeigen die "fliegenden Bilder" des Dortmunder U aktuell die Nationalfarben Belgiens. Die Auslandsgesellschaft Dortmund geht bei der Trauer hingegen einen anderen Weg als noch nach Paris.

Die Anschläge am Dienstag haben Menschen auf der ganzen Welt tief erschüttert. Mehr als 30 Menschen starben bei den Terroranschlägen in Brüssel (zum Liveticker). "Aufgrund der Terroranschläge in Belgien zeigen die "fliegenden Bilder" des Dortmunder U heute für eine Stunde die Nationalfarben Belgiens (schwarz, gold rot)", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Bereits nach dem Angriff auf die Redaktion des Satire-Magazins "Charlie Hebdo" im Januar 2015 und nach den Anschlägen von Paris im November hatte es Soldaritätsbekundungen am U-Turm gegeben.

Auch die Auslandsgesellschaft NRW hat sich zu den Vorfällen geäußert. Ein Kondolenzbücher wird es diesmal nicht geben. Warum? Das erklärt Klaus Wegener, Präsident der Auslandsgesellschaft NRW, in einer ausführlichen Stellungnahme:

"Gestern noch die Solidaritätskundgebung für die Opfer der NSU Morde und heute der Terror von Brüssel. Wieder stellt sich uns die Frage, ob wir als Auslandsgesellschaft ein Kondolenzbuch für die Opfer im Foyer unseres Hauses auslegen sollen. Bei der Besprechung im Mitarbeiterkreis kommen schnell Fragen auf. Warum ein Kondolenzbuch für die Opfer von Brüssel? Bei den jüngsten Anschlägen in Istanbul haben wir das doch auch nicht gemacht. Warum taten wir es dann bei den Anschlägen von Paris vom letzten November? Welches Kriterium wollen wir anlegen? Sind wir umso betroffener, je näher bei uns ein Anschlag passiert? Müssen wir es gar an der Anzahl der Opfer festmachen? Undenkbar. Was also tun? Wir haben einvernehmlich entschieden.

Ein Kondolenzbuch werden wir nicht mehr auslegen. Die Besonderheit eines Kondolenzbuches liegt darin, dass mitfühlende oder betroffene Menschen eine Möglichkeit haben, Ihrer Betroffenheit und Solidarität Ausdruck zu geben. Dann müssten wir es aber bei wirklich jedem Terroranschlag tun und dürfen nicht nach Gutdünken aussuchen, wo wir es tun und wo nicht. Im sprichwörtlichen Wahnsinn unserer Zeit würde das wiederum bedeuten, quasi ein Dauer-Kondolenzbuch auszulegen. Eine solche inflationäre Handhabung im Umgang mit Trauer und Mitgefühl würde aber weder den Opfern, noch den Betroffenen gerecht.

Unsere Aufgabe und unser Auftrag sind Völkerverständigung im Geiste von Humanität und Toleranz. So steht es in unserer Satzung und so werden wir auch weitermachen. Solidarität mit Opfern und Widerstand gegen jede Form von Hass und Gewalt sollten eine Selbstverständlichkeit sein, auch ohne Kondolenzbuch."

Daniel Müller, Thomas Thiel

Kommentare
24.03.2016
10:44
U-Turm leuchtet in Belgiens Nationalfarben
von Moderation | #3

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U-Turm leuchtet in Belgiens Nationalfarben
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2016-03-22 17:17
Dortmund