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TU Dortmund soll in Top 15 der deutschen Unis aufsteigen

17.10.2012 | 20:00 Uhr
TU Dortmund soll in Top 15 der deutschen Unis aufsteigen
Semesterstart im Signal Iduna Park. 6000 neue Studenten für die TU-Dortmund. Ursula Gather begrüßte sie.Foto: Ralf Rottmann

Dortmund. Dortmunds Wissenschaft muss besser werden. Und sie muss auch besser wahrgenommen werden. Diese Forderungen stellte gestern der Chef des Technologiezentrums Dortmunds auf. Bis zum 50-jährigen Bestehen der TU in sechs Jahren müsse sich die Hochschule zu den Top 15 in Deutschland emporschwingen. Das bedürfe einer „enormen Anstrengung“.

Im Rahmen des „Masterplans Wissenschaft “ der Stadt Dortmund stellte Guido Baranowski neben Prof. Dr. Hans Jörg Bullinger gestern weitere Zwischenergebnisse aus sieben Arbeitskreisen vor. Das Credo des TZ-Chefs: „Die Hochschule ist die Quelle für Gründungspotenzial.“ Zwei von drei Firmenneugründungen haben einen wissenschaftlichen Hintergrund. In Zukunft werde das Spitzenwissen noch wichtiger für das wirtschaftliche Wohlergehen der Region.

Über 40 Prozent der Absolventen wandern nach dem Studium ab

In den letzten zehn Jahren sei die Zahl der Firmenneugründungen um 40 Prozent rückläufig, zitierte Baranowski eine aktuelle Studie. Das sei eine gefährliche Entwicklung für den Wirtschaftsstandort. „Das Innovationspotenzial reicht nicht aus, um Deutschland an der Spitze der Technologie zu halten“, erklärte der TZ-Chef.

Noch eine Zahl. Dortmund müsse seine Hochschul-Absolventen auch in der Region behalten. Heute wanderten aber 40 Prozent der Absolventen nach dem Studium ab - und mit ihnen wandere das Wissen ab. „Wir müssen dafür sorgen, dass 70 bis 80 Prozent der Absolventen hier bleiben“, forderte Baranowski.

Das Profil der Hochschule schärfen

Das unterstrich auch Prof. Bullinger, der als Stiftungsvorsitzender der Opländer-Stiftung im Lenkungskreis für den Masterplan Wissenschaft sitzt. Im Wettbewerb um kluge Köpfe müsse die Hochschule ihr „Profil schärfen“, aber auch die weichen Standortfaktoren verbessern.

Dazu zähle, dass die Kinder von Wissenschaftlern selbstverständlich einen Platz in einer Kita fänden. Auch die Ehefrauen von Akademikern, die einem Ruf nach Dortmund folgen, müssten, ihren Qualifikationen entsprechend, hier einen Job finden. Für diese Aufgabe müsse auch die heimische Wirtschaft mit ins Boot genommen werden. Der Masterplan Wissenschaft sei in Deutschland einmalig. Er sei für Dortmund eine große Chance, so Bullinger.

90 Vertreter aus den Hochschulen, Instituten sowie der High-Tech-Wirtschaft arbeiten in sieben Arbeitskreisen am „Zukunftspakt 2020“. Im Frühjahr soll der Plan im Rat der Stadt beraten werden. Als Zwischenergebnis wurden folgende Vorschläge entwickelt: Entwicklung einer Willkommenskultur für Studierende, sichtbare Logos und bessere Erreichbarkeit des Campus .

Gerald Nill



Kommentare
18.10.2012
14:13
@ vaikl2
von Swartson | #4

Reden Sie hier nicht dumm rum sondern versuchen Sie mal zwischen 8.30 und 15.30 Uhr einen Parkplatz im Technopark zu bekommen. Fallen Ihnen auch die vielen im Grünstreifen geparkten Pkw am Hauert auf oder sind Sie spezialdemokratisch betriebsblind?

17.10.2012
23:57
@Fakeilein | #2
von vaikl2 | #3

"Im Technopark fehlt es an Parkplätzen und Infrastruktur"

Für Jemand, der hier regelmäßig mit erfundenen Geschichtchen von den Gegebenheiten an der Uni und im Technopark Heiterkeit erzeugt, eine steile These...

Sie können Ihren Ex-Kollegen von der Feuerwehr ja mal empfehlen, ihre übertriebenen Notzufahrten zu überdenken, dann geht da schon mal was.

17.10.2012
21:59
TU Dortmund soll in Top 15 der deutschen Unis aufsteigen
von Swartson | #2

Man hört es wohl - allein es fehlt der Glaube! Schon bei einem Nebenkriegsschauplatz wie der Verkehrsanbindung findet OB Sierau als ehemaliger Planungsdezernet diese "ganz toll" und Professoren der Raumplanung schneiden Fratzen, wenn man sie darauf anspricht! Im Technopark fehlt es an Parkplätzen und Infrastruktur - da könnte man schon mal anfangen - so ganz nah - vor Ort!

17.10.2012
21:18
TU Dortmund soll in Top 15 der deutschen Unis aufsteigen
von DEWFan | #1

Schöner Artikel. Zwei Ideen habe ich schon.

1. "weiche Faktoren": Szenebars und -Kneipen nicht gleich schließen, wenn einer mal die Polizei anruft. Auch diese Wirtschaft braucht Planungssicherheit. Und wer hart arbeitet und lernt, möchte auch mal feiern gehen.

2. "bessere Erreichbarkeit des Campus": baut die H-Bahn aus! Mit Anschluss an das U-Bahn-System, oder besser noch an die S5 in Barop, die nur 6 Minuten vom Hbf braucht. Die S1 ist völlig überlastet und extrem unzuverlässig (dauernd Verspätungen und sogar Zugausfälle). Sie ist ein Nadelöhr

Also, so schwer ist das alles gar nicht, wenn man erstmal seine "Hausaufgaben" macht!

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