TU Dortmund kassiert als Gründer-Uni Millionen
07.07.2011 | 11:30 Uhr 2011-07-07T11:30:00+0200
Dortmund.Bundeswirtschaftsminister Rösler gratulierte: Die Technische Universität (TU) Dortmund setzte sich im Wettbewerb „Die Gründerhochschule“ durch. Als einer von zehn Siegern erhält die Uni von 2012 bis 2016 ca. 3,6 Millionen Euro.
Am Abend des 6. Juli zeichnete Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler in Berlin die Gewinner der bundesweiten Ausschreibung „Exist-Gründungskultur: die Gründerhochschule“aus. Die Technische Universität Dortmund gehört zu den zehn Siegern des Wettbewerbs. Das von der TU, der Stadt und dem TechnologieZentrumDortmund eingereichte Konzept „tu-startup“ setzte sich erfolgreich gegen 23 Mitkandidaten der letzten Runde durch.
Von 2012 bis 2016 erhält die TU Dortmund jetzt eine Zuwendung von voraussichtlich 3,6 Millionen Euro, um die Bedingungen für Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft zu verbessern und Gründungsvorhaben optimal zu begleiten. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Sie bestätigt die erfolgreiche Arbeit in der Gründerförderung, die durch die enge Kooperation mit der Stadt Dortmund und den Technologiezentren der Region geprägt ist“, so Rektorin Prof. Ursula Gather.
„Ausgründungen aus der TU spielen eine große Rolle und bilden einen wichtigen Beitrag zum Wirtschaftsstandort Dortmund“, betont Udo Mager, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund. „Die TU Dortmund hat eine breite Verankerung in der Stadtgesellschaft erreicht, was nicht zuletzt durch den Masterplan Wissenschaft, dessen Ausarbeitung der Rat letzte Woche beschlossen hat, dokumentiert wird.“
Mit dem größten Technologiepark Europas in unmittelbarer Campusnähe habe die TU Dortmund beste Voraussetzungen, um in den nächsten Jahren eine Vielzahl an sehr hochwertigen Unternehmensgründungen zu realisieren. Darüber hinaus ist geplant, bis 2020 zusätzlich zu den EXIST-Projektmitteln 20 Mio. Euro für die Förderung innovativer Gründungen zu mobilisieren. Ziel ist es, Dortmund zu einem bundesweiten Modellstandort für Gründungen aus der Wissenschaft machen.
Gemeinschaftsprojekt
An den Vorbereitungen waren insgesamt 60 Vertreter aus der Dortmunder Wissenschaft, von Wirtschaftsförderungseinrichtungen, Technologiezentren, der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund und von Unternehmen sowie Gründer der TU beteiligt. Von November 2010 bis April 2011 hatten sie unter Leitung des Rektorats und des Referats für Forschungsförderung und Wissenstransfer den Antrag „tu-startup“ konzipiert und 22 Maßnahmen zur Schaffung einer Kultur für Unternehmensgründungen an der Universität zusammengestellt. Gebündelt werden alle Maßnahmen, darunter auch Gründungsberatung und -lehre, unter dem Dach der neuen Marke „tu-startup“. Zudem soll ein Lehrprogramm für alle Fakultäten mit Gründungspotenzial - insbesondere in den Ingenieurwissenschaften – initiiert werden. Es soll zudem eine TU-Entrepreneurship-Stiftung in Kooperation mit der öffentlichen Hand und Unternehmen der Region gegründet werden, um innovative Gründungen in der Frühphase ihrer Entwicklung optimal zu fördern und nachhaltig ein positives Gründungsklima auf dem Campus und in der Region zu schaffen.
Die TU Dortmund koordiniert seit 2002 mit sehr großem Erfolg das Netzwerk „Gründungen aus der Wissenschaft in Dortmund und Region“ (G-DUR). Seitdem haben die Netzwerkpartner über 120 Gründungen erfolgreich begleitet. Zu den Partnern gehören das Referat für Forschungsförderung und Wissenstransfer, die Transferstelle der FH Dortmund, die Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund mit ihrem Gründungswettbewerb „start2grow“ sowie die Technologiezentren in Dortmund sowie Kreis Unna/Hamm.
07:47
Elite ?? Die ´tu´ hat doch nicht einmal Kohle für das Personal in der Bibliothek .. aber Hauptsache eine schwachsinnnige Leuchtreklame ...
13:48
Ein schöner Erfolg, der sich auch in Geld auszahlt. Bei der Einstufung der TU als Elite-Universität hätte man an den Betrag allerdings getrost eine Null hängen können. Aber - bei dem Antrag und den genannten Themenfeldern war klar, dass es nichts mit Elite werden würde - was angesichts der Angebote und Leistungen der TU bedauerlich ist.