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DFL-Papier

Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern

14.12.2012 | 11:39 Uhr
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.Foto: dapd

Dortmund.  Borussia Dortmund wird das Konzept "Sicheres Stadionerlebnis" nicht restrikitv anwenden. Das erklärte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachuim Watzke am Donnerstag gegenüber Fanvertretern. Dabei stellte Watzke klar, dass der BVB nicht mit allen Punkten des Papiers einverstanden sei.

Das Konzept "Sicheres Stadionerlebnis" der Deutschen Fußball-Liga (DFL) sorgte auch einen Tag nach der Entscheidung für Unmut unter den Fans von Borussia Dortmund. Doch der BVB setzt weiter auf Dialog. So lud Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Tag nach der DFL-Entscheidung Fanvertreter in die Geschäftsstelle, um über die Auswirkungen des Papiers zu diskutieren und über das Abstimmungsverhalten des BVB zu informieren.

Dabei stellte Watzke klar, dass die Borussia keinesfalls allen Punkten des Konzepts zugestimmt habe. Insbesondere das Recht von Vereinen, Heimspiele einseitig zu Risikospielen zu erklären und das Kartenkontingent für Gäste eigenmächtig zu reduzieren, habe den Dortmundern nicht geschmeckt. Watzke erklärte, dass die Dortmunder den Passus dahingehend ändern wollten, dass Kontingentreduzierungen nur mit Zustimmung des jeweiligen Gastvereins zu realisieren seien. Dieser Vorschlag sei jedoch abgelehnt worden, folgerichtig habe der BVB gegen den entsprechenden Antrag gestimmt.

Watzke will Dialog mit Fans intensivieren

Der BVB-Chef sagte den Fans zu, in Dortmund werde sich durch das neue Sicherheitskonzept nichts ändern. Die Borussia wolle weder einseitig Kartenkontingente reduzieren, noch sogenannte Vollkontrollen einführen. Ferner solle der Dialog mit den Fans intensiviert werden. Das wird auch nötig sein, denn die Fans sind sauer. Ob allerdings die Farbbeutel-Attacken auf die Kanzlei von BVB- und Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball und die BVB-Geschäftsstelle im Zusammenhang zu der Entscheidung steht, ist unklar. Der BVB und Rauball haben Anzeigen wegen Sachbeschädigung erstattet.

Die Anhänger fühlen sich bei der Entscheidungsfindung der DFL übergangen . Auch die späte Veröffentlichung des Konzepts durch die DFL erregte den Unmut der Fans. Das Papier war bereits am Mittwoch, gegen 15 Uhr, beschlossen worden, wurde aber erst am Donnerstag, um 16.30 Uhr, ins Netz gestellt.

Fan-Proteste gehen weiter

Die Protestaktionen gegen das Sicherheitskonzept sollen fortgesetzt und sogar intensiviert werden. Das teilt die Initiative "ZwölfDoppelpunktZwölf" auf ihrer Facebook-Seite mit. Welche Maßnahmen das genau beinhaltet, haben die BVB-Fans noch nicht verlautbaren lassen. Andere Fangruppierungen, etwa in Köln, haben bereits angekündigt, dass sie am kommenden Spieltag 90 Minuten lang schweigen wollen.

Demo für die Fankultur

Stefan Reinke



Kommentare
15.12.2012
10:57
Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von bvb09pit | #11

Ich hoffe, dass der BVB doch etwas ändern wird.Wir brauchen keine Nazi-Ordner und Fans.Ich hoffe die schließt der BVB aus der fangem,einde aus in dem er ihnen Stadionverbot erteilt.

14.12.2012
21:44
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Name von Moderation entfernt | #10

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14.12.2012
19:13
Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von Riffralf | #9

Ich frage mich, woher die Fans ihr Mitspracherecht ableiten, wenn ich zum Rockkonzert gehe, habe ich auch keinen Einfluss auf Show und Sicherheitskonzept, man ist als Fan Konsument, man bezahlt und erfreut sich an der Darbiertung, oder eben auch nicht und dann bleibt man halt weg, mehr Möglichkeiten hat man nicht, es sei denn, der Verein billigt sie den Fanvertretern aus Kulanz zu, ansonsten ist der Profifussball knallharten Wirtschaftsinteressen unterworfen, die Ticketeinnahmen sind da zwar ein willkommenes Zubrot, aber bei den Spitzenvereinen nicht unbedingt lebensnotwendig. Alles andere ist Folklore, dann muss man in den Amateurbereich gehen und da gibt es tatsächlich ein Gewaltproblem.

1 Antwort
Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von DasMentalmonster | #9-1

Sie nehmen sich halt überaus wichtig...

14.12.2012
17:22
Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von Rahn1907 | #8

Ich hatte am letzten Spieltag im ehrwürdigen Georg-Melches-Stadion einen Kollegen mitgenommen. Der Kollege stand mit einem Trikot vom MSV Duisburg auf der Nord und ihm ist absolut nichts passiert. Das schlimmste was ihm passiert ist, daß war folgender Kommentar: "Du weißt schon, daß das Trikot vom falschen Verein ist und die Farben gehen überhaupt nicht.".

Soviel zum Thema "Die Fußballstadien in Deutschland sind nicht sicher genug.".

2 Antworten
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Name von Moderation entfernt | #8-1

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Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von vaikl2 | #8-2

Tja, die Schwarzgelben haben sich im Westfalenstadion so unsicher gefühlt, dass man vor Jahren ein Verbot von allen Nicht-BvB-Trikots für die Südtribüne in die Stadionregeln einbauen musste.

14.12.2012
16:40
Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von BVBDauerkarte | #7

Der Grund für ein Sicherheitskonzept sind nicht die Fußballvereine, sondern ca. 100 sogenannte Fans die mit Bengalos, Rauchbomben und sonstigen Schwachsinn ca. 80000 Fans und die Vereine ärgern.

Wenn die Vereine kein Sicherheitskonzept beschlossen hätten, wären die Innenminister der Länder tätig geworden, die hätten erheblich weniger Rücksicht auf Fankultur genommen.

Wenn ich einen auf der Südtribüne mit Bengalos oder anderem erwische, werde ich ihn eigenhändig zur Polizei bringen.
Ich lasse mir von den Leuten nicht den Fußball und den BVB kaputt machen, versprochen.

Ich hoffe darauf, dass gerade auch in den Fanclubs darüber sachlich diskutiert wird und auch diese mithelfen, die Störer unschädlich zu machen und zur Polizei zu bringen.

Gruß vom Doublesieger 2012

14.12.2012
15:50
Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von Herby52 | #6

Hat Herr Watzke nicht für das Konzept gestimmt?

1 Antwort
Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von vaikl2 | #6-1

Es gab kein Konzept, über das in einer Abstimmung entschieden wurde. Es gab 16 Einzelanträge. Dass die Medien immer noch von einem "Gesamt-Konzeptpapier" sprechen, ist deren Bier, hatte aber mit der Realität nie was zu tun.

14.12.2012
15:31
Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von STVhorst1986 | #5

Das Konzept wurde mit großer Mehrheit verabschiedet! Da wir in einer Demokratie leben ist es halt "leider" so, dass sich jetzt auch alle daran halten sollten! Wer das nicht möchte muss halt ausgeschlossen werden! Tschüss BVB!

3 Antworten
Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von AchGott | #5-1

Lesen hilft weiter! Der Gastgebene Verein ist dafür Verantwortlich, welches Spiel als "Risikospiel" klassifiziert wird. Wenn der BVB alle Spiele als gefahrlos einstuft, dann ist das im Sinne des Konzeptes.

Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von gumbel | #5-2

Vielleicht sagt der BVB ja "Tschüss S04-Fans" bei Heimspielen im Revierderby...wenn er sich an das Konzept hält

Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von DasMentalmonster | #5-3

Der Artikel "BVB-Geschäftsstelle und Rauball-Kanzlei mit Farbe beschmiert" könnte Aufschluss über Watzkes Gesinnungswandel geben ...

14.12.2012
15:16
Ich denke, dass bei der Aussage von
von RiN77 | #4

Herrn Watke auch ein gewisser Populismus dabei ist, um die eigenen Fans nicht zu vergraulen. Das "Sicherheitspapier" ist nunmal mit großer Mehrheit von den Profi-Mannschaften gebilligt worden. Das bedeutet, dass die Auflagen bindend sind und nicht freiwillig nach Lust und Laune umgsetzt werden können.
Wenn der BvB aber als einer der größten Vereine derart angekündigt tatsächlich offen gegen die Auflagen verstoßen wird, dürften sich bald Nachahmer finden.
Der eine Club ignoriert diese Auflage, ein anderer Club etwas Anderes.
Das dürfte sich die DFL vermutlich nicht lange bieten lassen.
Und einen Machtkampf zwischen DFL und den Clubs mit diversen Geldstrafen für die "Rebellen" und Schlammschlachten will wohl auch keiner sehen und schadet dem dt.Fußball..
Schade, dass 100tausende friedlicher Fans nun die Zeche für einige wenige 1000 Dumpfbacken zahlen, die meinen, beim Fussball mal ordentlich die Sau rauslassen zu müssen, um ihr jämmerliches Privatleben mit Sinn zu füllen..
Gruß aus Moer

14.12.2012
14:31
Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von DasMentalmonster | #3

Watzke weiß halt, aus welcher Klientel sich die BVB-Kundschaft zusammensetzt - da muss man schon mal Kompromisse eingehen ...

1 Antwort
Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von Vatta | #3-1

ja genau: einfach mal so Schublade auf - 80.000 Leute rein und Schublade wieder zu. So ist es richtig.

14.12.2012
14:08
Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von Vatta | #2

Ich verstehe die Hysterie um dieses Thema nicht wirklich. Was ist das nur für eine übertriebene Panikmache? Leute die noch nie in einem Fußballstadion waren müssen ja denken, das da reihenweise Schwerverletzte rausgetragen werden. Ich gehe jetzt seit zig Jahren zu Fußballspielen und mir ist noch nie auch nur ansatzweise etwas passiert. Auf jedem Schützenfest im Münsterland ist die Chance höher einen auf die Schnauze zu bekommen. Wenn es mal zu Schlägereien kommt, müssen die Verursacher eben intensiver "betreut" werden, aber nicht pauschal alle Fußballfans.
Pyrotechnik habe ich selber noch nie gezündet und ich finde, man sollte es im Stadion auch nicht tun. Aber jetzt hier so eine Panik zu verbreiten ist total übertrieben. Wann ist denn mal was passiert? An allen Ecken und Enden schreit der Deutsche nach Kontrollen, Verboten, Strafen.... kann man nicht mal gelassen bleiben und versuchen, das ganze durch Dialog zu klären? So gesehen finde ich die Einstellung von Herrn Watze schon ok.

5 Antworten
Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von Duisburger9999 | #2-1

Pyrotechnik im Stadion ist vollkommen ohne Zutun der Vereine und der DFL eine Angelegenheit für den Staatsanwalt.
Verstoss gegen das Sprengstoffgesetz und in jedem Fall gefährliche Körperverletzung wg. des Rauchs.

Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von Vatta | #2-2

Danke für die Belehrung. Ich habe und wollte noch nie Pyrotechnik im Stadion zünden. Aber wegen dem Rauch würde ich mich auch nicht körperlich verletzt fühlen. Da schalte ich lieber den Kopf ein und nicht die Staatsmacht.

Aber in Zeiten, in denen Nichtraucher schon in Panik verfallen wenn draußen ein Raucher in die "falsche" Richtung qualmt, wundert mich sowieso nix mehr.

Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von Der.Luedenscheider | #2-3

1909% Zustimmung.

Bin auch gegen Pyro im Block. Gehe seit 1984 auf die Süd Block13. Ausser ein paar Bierduschen ;-) ist mir im Stadion noch nie etwas passiert. Und das bei der steile Tribüne.

Was Watzke sagt ist absolut richtig. Der BVB kann ja nach wie vor das Kartenkontingent mit dem Gästeverein absprechen. Die offizielle Entscheidungsgewalt darüber liegt beim BVB. Wie er die Entscheidung trifft, ist Sache des Vereines.

Er und der BVB zeigen eine Einstellung, dass für ein paar Vollpfo... nicht gleich alle beim Stadionbesuch in "Sippenhaft " genommen werden.

Und mal ehrlich: Wer glaubt denn tatsächlich, dass dieses Papier eine echte Verbesserung bringt? Wenn irgendwelche Leute in verschiedenen Farben der Meinung sind, sie müssten Wege einschlagen, um der ach so gefährlichen Polizei aus dem Wege zu gehen und geraten in Auseinandersetzungen, dann werden die das auch weiterhin tun. Das ist denen doch Schnuppe. Die werden weiterhin Mittel und Wege finden...

Trotz DFL-Sicherheitskonzept will der BVB im Stadion nichts ändern
von Vatta | #2-4

@Der.Luedenscheider: Genau: selbst in Block 13 passiert einem gar nichts. Da habe ich früher öfter gestanden. Auch letzte Woche, als die Stimmung wegen der Niederlage und der Schiedsrichter-Glanzleistung nicht gerade harmonisch war, war sogar meine Freundin ( wir saßen Süd-West Block 35 ) tiefenentspannt. Alle mit denen man so ins reden kam, waren nett, zuvorkommend und von Gewalt zu weit entfernt wie Biene Maya höchstpersönlich.Wer soll diese Panikmache nur verstehen?

Wenn man...
von vaikl2 | #2-5

...die jetzt gefassten Einzel-Beschlüsse noch nie gelesen hatte und immer noch mit Panikwörtern wie "Sippenhaft" rumspielt, dann fehlt natürlich auch der Background für irgendeine Kritik an den Regelungen - die zum allergrößten Teil unverändert auch schon vorher existierten und bislang nur von Leuten mit Stadionverbot kritisiert wurden.

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