Trikot-Werbung des BVB und Puma sorgt für Ärger mit der Stadt Dortmund
04.07.2012 | 17:03 Uhr 2012-07-04T17:03:00+0200
Dortmund. Das neue BVB-Trikot war noch nicht mit offiziell präsentiert, da gab es auch schon Ärger. Nicht etwa, weil das Trikot im Bauchbereich spannt, sondern weil die Werbe-Kampagne des Ausrüsters Puma nicht mit der Stadt abgesprochen war. Die fand die großen, gelben Werbebanner an den Straßen "nicht ganz korrekt".
Nach der EM ist vor der Bundesliga: Und damit dies auch kein Fan vergisst, haben der BVB und sein neuer Ausrüster Puma am Mittwoch mit großem Aufwand Teile der Stadt schwarz-gelb ausgestattet – bevor am Abend das neue Trikot vorgestellt werden sollte. Das umfangreiche Marketing im öffentlichen Raum hat hinter den Kulissen allerdings zu einigen Verwerfungen geführt.
Wie heiß die Anhänger aufs Trikot sind , zeigt eine Zahl aus der letzten Saison: Da ging das Exemplar des alten Ausrüster Kappa 230 000 Mal über den Ladentisch. Jetzt kostet das neue Hemd 74,95 Euro. Das Trikot ist offiziell ab Donnerstag, 5. Juli, im Handel erhältlich - dann natürlich auch >>> in unserem Online-Shop.
Da der BVB in den letzten Jahren sportlich wie wirtschaftlich erheblich zugelegt hat, blicken die Partner, die bis 2020 gebunden sind, auch optimistisch nach vorn.
Zusammen noch stärker
Es möge Clubs geben, die mehr Fans hätten, so BVB-Chef Hans-Joachim Watzke am Mittwoch, „aber es gibt kaum einen Club, der sympathischer rüberkommt.“
Dass dies so bleibt, daran sollen Mannschaft und neuer Ausrüster natürlich weiter arbeiten. Watzke: „Zusammen werden wir noch stärker.“ Und während Pumas Spitze das Ziel formulierte, den Platz drei unter den Fußballmarken weiter ausbauen zu wollen, erwiderte Watzke gestern launig: „Die klare Nummer drei zu sein, das ist nicht das Ziel des BVB.“ Für Puma ist es die größte Kooperation mit einem Verein in der Firmengeschichte, so Vorstand Franz Koch bei der Trikot-Präsentation. 18 Monate werkelten die Partner an der neuen Kollektion, die mehr als 170 Teile umfasst. Und sie wurde mit einem Paukenschlag vorgestellt.
Mittwochabend sollte auf einer Party auf dem Alten Markt in einer Graffiti-Show eine Fünf-Meter Büste besprüht und das Trikot präsentiert werden. Und schon eine Nacht zuvor war das Puma-BVB-Team unterwegs, um Laternen, Bänke und Bäume mit einem schwarz-gelben Strick-Graffito aus Wolle zu bestücken. 3000 dieser Exemplare wurden von 120 Mitarbeitern installiert, die, so Matthias Bäumer, Puma-Chef Deutschland, viel Spaß dabei hatten.
Kommunikationsmängel
Das änderte sich im Laufe des Mittwochs - jedenfalls auf Seiten der Stadt als Ordnungs- und Genehmigungsbehörde. Sprecher Udo Bullerdieck nannte „Kommunikationsmängel“ auf städtischer Seite und „ein nicht ganz korrektes Verhalten des BVB“ auf der anderen. Ordnungs-, Umwelt- und Tiefbauamt waren am Genehmigungsverfahren beteiligt. Allerdings mit unterschiedlichem Kenntnisstand. Das letztlich zuständige Tiefbauamt hatte laut Bullerdieck die dürftigstens Infos und nichts gegen die Aktion. Umwelt- und Ordnungsamt hätten im Vorfeld Bilder vom BVB bekommen, die den werblichen Charakter nicht deutlich machten. Bullerdieck: „Die Stadt hat einen Werbepartner für alle öffentlichen Flächen. Eigentlich war die Aktion nicht genehmigungsfähig.“
11:42
die lieben beamten der stadt dortmund sollten mal darüber nachdenken, was die Stadt, dem bvb zu verdanken hat?! was können wir überhaupt noch in diesem land richtig gut, sich gegeseitig im weg stehen, armes dortmund, armes deutschland, den beamten sei dank!
17:23
Wunderlich! Sonst kann die Stadt nicht schnell und oft und innig genug ihre Nähe zum BVB zeigen, nennen usw. ..... Sind da Knappen ins Rathaus eingezogen?
15:00
Komisch, bei jeder Wahl hängen die häßlichen Politikergesichter an jedem Baum, DAS
stört die Stadt wohl nicht.
14:18
Naja irgendwie wird sich das nachräglich regeln lassen, dazu sind Verein und Stadt sehr stark verbunden.
Zukünftig sollte das besser klappen, denn Sonderrechte will keiner , sieht auch blöd aus, und dann könnte sich jeder auch noch auf solche Sonderrechte berufen.
Aber wie gesagt, lässt sich alles noch regeln und ist auch nicht so dramatisch
21:22
gute Aktion. Ich dachte allerdings, dass sowas vorher abgesprochen wird. Andererseits ist die verflechtung zw. Verein und Stadt so eng (Werbeträger, "Dortmund"-Schriftzug auf dem Trikot usw), dass man da kein Faß aufmachen sollte..imO.
20:43
ohhhhh mein gott, wie schlimmmmmmmmm ??????????, ich versteh diese ganze aufregung nicht ???, im gegenteil ich fands ne klasse aktion
20:37
Aber das Geld nimmt die Stadt
19:56
Die Stadt Dortmund soll doch froh sein das Geld in die Kasse des BVB kommt und die Stadt bekommt doch bestimmt auch ein paar Steuergroschen davon ab. Habe so das Gefühl, dass sich einige Amtsleiter so wichtig machen, um auf lau ein paar Jahreskarten für die Viploge zu bekommen, anders kann ich mir den Ärger nicht erklären.
19:50
Eine gute und Kreative Idee.
Für die Nutzung der Werbeflächen wird die Stadt doch kassiert haben, oder?
Kommunikationsmangel sind ja nicht unbekannt
18:30
Die Stadt und insbesondere der OB lassen keine Gelegenheit aus, um sich mit dem BVB zu schmücken. Sierau kann keine Rede mehr halten, in der nicht "Stadt des Deutschen Meisters" vorkommt. Und jetzt machen sich überbürokratische Amtsmitarbeiter wichtig? Hinter dem BVB zu stehen heisst nicht, sich in dessem Erfolg zu sonnen, sondern auch mal bei "Problemchen" zu ihm zu stehen.
Als der BVB 2005-2006 vor dem Abgrund stand, hat die Stadt Dortmund zu 1909% zum BVB gestanden.