Todesfälle in Seniorenheim - Betreiber reagiert

Nach der Teilschließung eines Seniorenzentrums in Bonn und den begonnen Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen bemüht sich Heimbetreiber Senator um Schadensbegrenzung. Wir haben mit dem Dortmunder Unternehmen über die Vorwürfe gesprochen.

Dortmund.. Laut Pressesprecherin Nicole Jakobs seien die Teilschließung des Seniorenheims Haus Dottendorf und die Ermittlungen zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun hätten. Die Ermittlungen seien durch ein anonymes Schreiben an die Staatsanwaltschaft ausgelöst worden.

In andere Heime verlegt

In einem solchen Fall seien Behörden gezwungen, zu ermitteln, den Ergebnissen sehe man gelassen entgegen. Anders verhalte es sich mit der Teilschließung, hier mussten Ende vergangener Woche aufgrund einer Entscheidung der Bonner Heimaufsicht innerhalb von 48 Stunden 65 Patienten der Pflegestufen 2 und höher in andere Heime verlegt werden.

Laut Jakobs sei diese Entscheidung zurecht gefällt worden, in dem betroffenen Heim habe es Strukturprobleme gegeben, die "Hierachiepyramide ist zusammengebrochen". Infolgedessen sei es zu Dokumentationsmängeln gekommen, so seien Pflegeleistungen dokumentiert worden, die es nicht gegeben habe. Andere Leistungen hätten stattgefunden, seien aber nicht dokumentiert worden.

Betrieb soll weiterlaufen

Im Moment versuche die Senator GmbH, den Betrieb in Bonn so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können. "Wir hoffen, dass unser guter Ruf in Dortmund durch die Fehlentwicklung in dem Bonner Heim nicht gefährdet wird", so Jakobs.

In Dortmund betreibt die Senator GmbH vier Seniorenheime und einen Pflegedienst, Beanstandungen hätte es hier nicht gegeben. Das Wichtigste sei jetzt, so Jakobs, Vertrauen wieder aufzubauen beziehungsweise zu erhalten. In Nordrhein-Westfalen und Hessen betreibt die GmbH insgesamt 22 Seniorenheime mit 1845 Pflegeplätzen. Dazu kommen noch Tagespflegeplätze und verschiedene Wohneinheiten.