Thier-Galerie liegt ganz entspannt im Zeitplan
20.05.2011 | 20:22 Uhr 2011-05-20T20:22:00+0200
Dortmund.Auf den meisten Bodenflächen ist der Jura-Marmor schon verlegt. Damit ihm die Baumaschinen nichts anhaben können, wird er abgedeckt mit schützenden Platten. In zwei bis drei Wochen, schätzt Alexander Crüsemann, Center-Manager der ECE Thier-Galerie in Dortmund, dürften die letzten (unteren) Gerüste vor dem Berlet-Haus am Westenhellweg fallen.
Zwar fehlen an der Dortmunder Thier-Galerie von ECE noch die letzten Scheiben im Eingangsbereich (aus Sicherheitsgründen), aber dass Rene Lazard und Starbucks rechts und links vom Eingang zum Westenhellwegs ihre Shops öffnen werden, sei sicher.
Center-Manager Alexander Crüsemann ist zufrieden. Obwohl ein Heer von Handwerkern auf dem Bau herumwieselt, könne man von Hektik nicht reden: „Wir können ganz entspannt der Eröffnung am 15. September entgegen sehen. Die Vorbereitungen für die Gala, die am Abend des 14. September für geladene Gäste stattfindet, ist so gut wie komplett geplant.“ Man suche nur noch wenige von den 150 Mietern, die das Center beleben sollen.
Ein Großteil der Decke ist abgehängt: Versorgungsleitungen unter den Betondecken verschwinden langsam dahinter. Es seien bereits eine ganze Reihe von Läden an die Mieter übergeben worden. Auch der Hauptmieter Primark hat die knapp 6000 angemieteten Quadratmeter schon erhalten - und kann jetzt in aller Ruhe an den Innenausbau gehen.
So wie schon bei den bisherigen Arbeiten, soll auch der Innenausbau der vielen Läden in einem geordneten Zeitplan geschehen, der verhindert, dass sich Handwerker gegenseitig behindern.
Keine Dauerparkplätze
Nicht unbedingt ein Zufall sei es, so Crüsemann, dass die äußeren Treppenverblendungen im Center in schwarz gehalten sind und vor goldgelber Wandkulissen in die Höhe - zum Parkdeck - führen. Die meisterliche Farbkombination sei mit Bedacht gewählt. Im Rohbau, der das ehemalige Berlethaus mit dem Galerie-Komplex zwischen Silberstraße und Hiltropwall verbindet, haben die Rolltreppen goldfarbene Außenblenden.
Auf dem Dach der ECE Thier-Galerie laufen in den nächsten Wochen bereits die Arbeiten an, um die Ausschilderung für 750 Parkplätze zu erledigen. Es gebe einige Anfragen von Anliegern, die gerne einen Dauerparkplatz im Center gemietet hätten. Crüsemann: „Wir haben denen abgesagt. Wir wollen alle Parkplätze für Besucher frei halten.“
Karstadt-Brücke bleibt
Als einigermaßen sicher gilt übrigens unterdessen, dass die beiden verbliebenen Dortmunder Karstadthäuser zumindest auf dem Papier künftig getrennte Wege gehen. Nach dem Beschluss des Aufsichtsrates des Essener Warenhaus-Konzerns sollen Warenhäuser, Sporthäuser und Premium-Häuser als drei rechtlich eigenständige Sparten unter dem Karstadt-Dach geführt werden. Davon ist Dortmund mit seinen zwei Häusern am Alten Markt (Sport) und dem Haupthaus am Westenhellweg betroffen.
Unklar ist, ob es auch zu einer sichtbaren Trennung kommen wird. Denn nach der Auflösung des Karstadt- Technikhauses an der Kampstraße ist die Spielzeugabteilung nun im 3. Obergeschoss des Sporthauses untergebracht. Derzeit gibt es auch nur einen Geschäftsführer für beide Häuser. Neue Probleme sieht zumindest die Mitarbeitervertretung nicht auf die Dortmunder Filialen zukommen. „Wahrscheinlich wird sich nicht viel ändern“, so Betriebsratsmitglied Udo Halsband: „Die Brücke zwischen den Häusern am Alten Markt werden wir sicher nicht abreißen.“
17:21
Das ist aus meiner Sicht eine beeindruckende Leistung, die sich aber auch hart erbeitet wurde.
Immer, wenn ich die Baustelle betrachtet hat, waren dort emisge Aktivtäten zu erkennen.
Wenn ich das mit den Leistungen im Strassenbau vergleiche:
Gähnende Leere (viel abgesperrte Fläche, aber keine Arbeiter)
Der Brückenersatz in Ellinghausen über den Kanal dauert jetzt auch schon fast so lange wie der Bau des gesamten Kanals, und den hat noch der Kaiser gebaut!
15:55
@ 3
Jaah neeh iss klah - das Denken an die Turmfalken hat dann vermutlich beim Dortmunder U die 50 Millionen Euro Mehrkosten verursacht - oder?
Und - die Planer der Thier Galerie haben nicht nur an Turmfalken gedacht sondern an wesentlich mehr.
Info: http://dev.stadtplanungsamt.dortmund.de/upload/binarydata_do4ud4cms/54/34/18/00/00/00/183454/InW125n_Umweltbericht.pdf
Das Turmfalken nie auf dem Thier-Gelände waren und auch auf der Thier-Galerie nicht angesiedelt werden können, liegt an dem flachen Gebäude und daran, dass die Umgebung kaum Jagdrevier bietet.
Meines Wissens sind aber auf den Türmen der Feuerwachen in Eving und der neuen Hörder Wache - privat im PPP-Modell von Derwald kosten- und fristgerecht in hoher Qualität gebaut -Nistanlagen für Turmfalken eingebaut, da sich dort im Umfeld grössere Freiflächen befinden.
In der Thier-Gallerie wird man ab September 2011 dann aber Shopping-Falken, Spar-Füchse, Stöckelwild, Häschen und viele andere Arten der Kauftiergattungen beobachten können.
15:01
Dafür hat die Stadt beim Dortmunder U an die Turmfalken gedacht, ich wette das haben die Privaten nicht getan!
14:39
Anerkennung. In nur 2,5 Jahren werden in dem Projekt Thier-Galerie mit den Mietereinbauten ca. 300 Millionen Euro verbaut und alles liegt exakt im Kosten- und Terminplan.
Beim Dortmunder U - unter städtischer Regie - ist der Bau dagegen immer noch nicht fertig, die Bamängelliste endlos lang und die Kosten dürften bis zur Schlussrechnung die ursprünglich kalkulierten 49 Millionen Euro um mehr als das Doppelte übersteigen. Und - im Gegensatz zur Thier-Galerie hat das Dortmunder U auch noch kein schlüssiges Nutzungskonzept.
Da wundert man sich allen Ernstes, dass die Stadt Pleite ist? Vielleicht sollte man Bauplanung, Bauausführung und insbesondere die Bauunterhaltung aller städtischen Immobilien von solchen Fachleuten übernehmen lassen, die zB auch für die Thier-Galerie verantwortlich zeichnen.
12:32
Beim Startbild kommt mir nicht nicht ein Einkaufszentrum in den Sinn, sondern ...