Thier-Galerie – Fluch oder Segen für Dortmund?
30.12.2011 | 19:23 Uhr 2011-12-30T19:23:00+0100
Dortmund. Die Thiergalerie – Fluch oder Segen für den City-Handel? Nimmt man das Meinungsbild einer (nicht repräsentativen) Umfrage der WR am Westen- und Ostenhellweg, so werden mehr als drei Monate nach Eröffnung des neuen Centers positive Veränderungen durch den Neuzugang in den Vordergrund gestellt.
Die Händler in der Dortmunder City bewerten die Auswirkungen des Neuzugangs Thier-Galerie positiv. So sehen die Inhaber von Fachgeschäften am Westenhellweg vor allem eine Chance in den deutlich erhöhten Käuferströmen , die seit der Eröffnung der Thiergalerie den Hellweg bevölkern. Auch, wenn sich das bisher nicht in größeren Umsatzsteigerungen darstellt.
„Die Frequenz bei unseren Kunden hat sich bisher nur minimal erhöht, aber der Kundenlauf hat sich am oberen Westenhellweg sichtbar verstärkt“, so Matthias Hilgering von der gleichnamigen Weinhandlung. Zwar gingen die meisten Leute gleich durch zur Thiergalerie – aber, man muss abwarten, wie sich das in den nächsten Monaten entwickelt.“
„Positiv ist das neue Center auf alle Fälle“, urteilt man im gegenüberliegend Bettenhaus Hutt. „Es sind mehr Menschen unterwegs, allerdings auffallend viel junge“, beobachtet Inhaber Heiko Hutt. „Wichtig für uns ist, dass man wahrgenommen wird und die Kunden sich an uns erinnern.“ Erst im Frühjahr werde man sehen, ob auch andere Geschäfte vom Zulauf für die Thiergalerie profitieren.
Bereicherung für die Stadt
Für Kirsten Bauer, Chefin des Schmuckgeschäftes Freund & Bauer am Westenhellweg ist „die Thiergalerie auf jeden Fall eine Bereicherung für die Stadt“. Auch sie findet es schön, dass mehr Käufer in die City kommen. „Auf unser Geschäft wirkt sich das allerdings weder positiv noch negativ aus. Wir haben mit unserem speziellen Angebot keine direkte Konkurrenz in dem Center.“
Auch C & A, das einzige verbliebene große Kaufhaus am Ostenhellweg sieht bisher keinen Grund zur Klage. „Die Thiergalerie hat eindeutig zur Belebung in der Innenstadt beigetragen“, meint Filialleiter Thomas Rohlmann. „Allerdings bekommt der Westenhellweg davon mehr ab, nur ein Teil geht bis zum Ostenhellweg. Die Thiergalerie würde verstärkt junges Publikum ansprechen. „Das haben wir in den ersten Wochen gespürt.“
Junge Klientel kommt zurück
Inzwischen stellt Rohlmann aber erfreut fest, „dass diese junge Klientel zurückkommt“. Insgesamt ist für ihn bisher kein negativer Trend durch den 36 000 Quadratmeter großen Konsumtempel festzustellen.
Auch Andreas Mehls, Geschäftsführer bei „Lütgenau“, sieht zurzeit keine Verschlechterungen. „Der kleine Umsatz-Durchhänger im Oktober und November war branchentypisch und bundesweit. Der Dezember lief gut.“ Seiner Ansicht nach gibt es immer noch genug Kunden, die dem Gewühl in einem großen Center den Einkauf im Fachgeschäft vorziehen.
Weniger Kunden am Ostenhellweg
Simone Erpelding, Inhaberin vom Spezialitätenladen „Zapfhahn“ stellt allerdings fest, „dass deutlich weniger Menschen über den Ostenhellweg gehen“ und warnt davor, diesen Teil des Hellwegs „abzuhängen“. „Vor allem an der Parkplatzsituation rund um den Ostenhellweg muss dringend etwas gemacht werden.“
08:25
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13:10
Hat er noch keine unabhängigen Daten auf den Tisch bringen können oder hat dieser "
soziale Demokrat " es nur im Sinn sich auf die Daten von irgendwelchen "Geschäftsleuten" zu stützen?
Wie hat sich die Lärmsituation im Umfeld entwickelt, konnte der Nahverkehr profitieren oder gibt es jetzt mehr Autoverkehr, ist der Prozentsatz an Vollzeitbeschäftigung gestiegen, hat die Stadt dadurch höhere Einkünfte oder sind nur Verlagerungen aus den Vorroten festzustellen?
Wie hat also die Verwatlung die Sache im Griff, weiß sie was vorgeht oder ist die Frage nach "Fluch und Segen" auch bei ihr nur mit der Glaskugel zu beantworten?
Das würde allerdings nicht verwundern.
20:28
In der Logistik entstehen nur unterbezahlte Stressjobs, sei es am Schreibtisch oder am Stapler.
wer son Job macht, ist doch selber Schuld.
11:14
Allein auf Dienstleistungen und Handel und die damit verbundenen Verwaltungs-, Logistik- und Unterstützungsfunktionen zu bauen, muss eine Volkswirtschaft in den Abgrund führen. So ein System funktioniert nur so lange noch Restindustrie und "Substanz" in der Gesellschaft existiert und eben auf "Kredit" - was "wir" die letzten Jahrzehnte ja auch praktiziert haben. Dumm nur, dass solche Systeme irgendwann an ihr natürliches Ende kommen.
07:54
Es bleibt zu hoffen, dass mehr KÄufer aus dem Umland in die Stadt zum Einkaufen kommen.
Dann können die Dortmunder als alte Handelsstadt ihr Talent im Verkaufen zeigen. Auch im Güterstapeln sind wir ja ganz gut. Blöd ist nur, dass sich immer weniger Dortmunder die Sachen auch leisten können, da es nur noch Einzelhandel und Logistik gibt. Das spricht nicht für hohe Löhne. Evtl. können wir dann bald den Tourismus mit Geisterstadt-Fahrten durch den Norden (z.B. Derne) ankurbeln. Dort verfällt immer mehr. Das hat auch seinen Reiz.
Der Politik muss endlich merken, dass unsere Flächen nicht großflächig zubetoniert werden dürfen, um 2-3 Arbeitsplätze, die noch aufgestockt werden müssen, zu schaffen. Das ist zu einfach.
00:22
Wer als aufmerksamer Beobachter die Thier-Galerie besucht, wird feststellen, dass die Gänge voll aber die Geschäfte relativ leer sind. Ob das in Anbetracht der Position Dortmunds als Armutshochburg Nr. 2 in Deutschland erstaunlich ist? Wohl kaum - oder?
nö. Außerdem: was kann man da kaufen? Modezeugs und anderes Schickimicki. Wie fantasielos doch die Manager von solchen Tempeln sind.
Und die Fressmeile unterm Dach ist hoffnungslos überteuert. Ein paar Schritte bis zur Brückstraße und ich krieg ein gutes Döner oder Chinafraß für die Hälfte.