Tempolimit auf der A45 in Dortmund

Foto: Katrin Figge
Was wir bereits wissen
Auf der A45 im Dortmunder Süden soll Tempo 100 eingeführt werden, um Anwohner vor Lärm zu schützen. Ein Modellversuch, der Vorbild für ganz NRW haben könnte - davon gehen zumindest die Beteiligten der unter Federführung der Bezirksregierung Arnsberg laufenden Untersuchung aus.

Dortmund.. Lärm kann krank machen. Das belegen inzwischen zahlreiche Studien. Die geplante Versuchsreihe für Tempo 100 auf einem Teilstück der Autobahn 45 im Dortmunder Westen steht denn auch ganz im Zeichen des Erkenntnisgewinnes in Sachen Lärmschutz. Und: Der Feldversuch dürfte Modellcharakter für mögliche weitere Geschwindigkeitsbegrenzungen in ganz Nordrhein-Westfalen haben. Davon gehen die Beteiligten der unter Federführung der Bezirksregierung Arnsberg laufenden Untersuchung aus.

Wie wirken sich Geschwindigkeiten auf Anwohner aus?

Wie berichtet, wird auf einem vielbefahrenen Teilstück der A 45 etwa vom Autobahnkreuzes Dortmund-West bis zum Kreuz Dortmund/Witten in beiden Fahrtrichtungen insbesondere untersucht, wie und ob sich Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Lärmbelästigungen von Anwohnern auswirken.

Im Fokus der Untersuchung stehen dabei Lärmpegelspitzen durch Fahrzeuge, die mit hohem Tempo über die Autobahn fahren. Im betreffenden Autobahnabschnitt, der nahe an Oespel und Eichlinghofen vorbeiführt, hatte es in der Vergangenheit immer wieder Beschwerden von Anwohnern gegeben. Auf dem besagten Teilstück gilt derzeit ein Tempo-130-Limit in nördlicher Fahrtrichtung, das kurz vor dem West-Kreuz in Tempo 100 übergeht. In Richtung Süden gibt es dagegen bisher überhaupt kein Tempolimit.

Bochumer Institut beauftragt

Beauftragt mit den insgesamt 30 Monate dauernden Untersuchungen wurde ein Bochumer Institut. Um Vergleichswerte zu erhalten, soll es im laufenden Jahr zunächst Messungen unter den bisherigen Bedingungen geben. Tempo-100 -Schilder werden dann - für einen Zeitraum von rund 12 Monaten - im Laufe des kommenden Jahres aufgestellt, so Christian Chmel-Menges, Sprecher der Bezirksregierung.

Mit Ergebnissen des Feldversuches (Kostenpunkt: rund 100.000 Euro) sei Mitte 2015 zu rechnen. Erst ab dann wird die Landesregierung also beraten können, inwieweit der Dortmunder Tempo-100-Versuch auf andere Autobahnstrecken des Landes übertragen werden kann.