Teilsperrung der B 54 in Dortmund wird aufgehoben

Auf der B 54 Richtung Hagen klafft ein Tagesbruch.
Auf der B 54 Richtung Hagen klafft ein Tagesbruch.
Foto: Dieter Menne
Was wir bereits wissen
Eine von Dortmunds wichtigsten Verkehrsadern ist bald wieder frei: Die Sperrung der B54 nach einem Tagesbruch wird am Donnerstagvormittag aufgehoben.

Dortmund.. Tagesbruch auf der B54 in Dortmund: Der Standstreifen und die rechte Fahrspur einer der wichtigsten Straßen Dortmunds waren seit Montag zwischen Stadtkrone und der Abfahrt zum Eintracht-Gelände (Victor-Toyka-Straße) gesperrt. Betroffen war die Fahrbahn Richtung Hagen. Autofahrer erkannten die Gefahr rechtzeitig, sodass niemand in der Grube landete. Ursache war aller Wahrscheinlichkeit nach der Bergbau, der hier einst betrieben wurde.

Autobahn Am Dienstagmorgen wurde mit dem Verfüllen des vier Mal drei Meter großen und rund zwei Meter tiefen Loches begonnen. Die Straße wurde dazu zum Teil gesperrt, lediglich die linke Fahrspur war befahrbar. Am Donnerstag soll die Sperrung gegen 11 Uhr wieder aufgehoben werden. Zuvor untersuchten Experten der Bezirksregierung Arnsberg das Areal, um etwa weitere Brüche zu orten. An der Teilsperrung bildeten sich im Feierabendverkehr lange Staus.

Immer wieder Tagesbrüche im Dortmunder Süden

Speziell südlich der Bundesstraße 1 ist der Untergrund Dortmunds löchrig wie ein Schweizer Käse. Grund hierfür ist der oberflächennahe Bergbau, der zum Teil bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Diese alten Zechen sind oftmals nur schlecht oder gar nicht kartiert. Aber auch der Bergbau aus jüngerer Zeit hat im Untergrund seine Spuren hinterlassen, obwohl die Stollen in der Regel verfüllt wurden.

Anfang 2012 stoppte ein Tagesbruch für Stillstand auf der Sauerlandlinie A 45 im Dortmunder Süden. Arbeiter hatten damals ein Loch im Mittelstreifen der Autobahn entdeckt. Die Verfüllungsarbeiten zogen sich über Wochen hin. Bei Sondierungen fanden die Arbeiter mehr als 80 Hohlräume unter der Autobahn. Die A 45 verläuft in dem Bereich auf großen Betonplatten, um Tagesbrüche auf der Fahrbahn zu verhindern. Die Flöze im Bereich der Autobahn verlaufen zum Teil senkrecht - entsprechend fand dort vor mehr als hundert Jahren sogenannter Pingen-Bergbau statt, bei dem sich die Bergmänner von oben nach unten in die Kohle graben. Diese Löcher wurden anschließend oftmals nur unzureichend verfüllt.