Taxi fährt Jungen (9) an — Katzen sterben bei Wohnungsbrand

Was wir bereits wissen
In der Silvesternacht musste die Dortmunder Polizei zu 450 Einsätzen in Dortmund und Lünen ausrücken. Darunter der wohl erste Verkehrsunfall des neuen Jahres, bei dem am Heiligen Weg in der Nordstadt ein Junge (9) beim Böllern vor ein Taxi lief und schwer verletzt wurde.

Dortmund/Lünen.. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste im Bereich des Polizeipräsidiums Dortmund (also Dortmund und Lünen) musste in der Silvesternacht zwischen 18 und 6 Uhr zu 450 Einsätzen ausrücken — davon 310 in Dortmund und 140 in Lünen. Wohlgemerkt: Lünen hat nur ein Sechstel der Einwohnerzahl Dortmunds.

80 Prozent der Einsätze entfielen auf den Rettungsdienst. Während bei der Feuerwehr gegen 2 Uhr wieder Ruhe einkehrte, hatten Sanitäter und Polizei bis in den Morgen zu tun.

Schwerpunkt waren Körperverletzungen (54), Sachbeschädigungen (26), Diebstähle (33), Ruhestörungen (49), "hilflose"Personen (37) und kleinere Brände (28).

Einer der schwereren Unfälle war gleich auch der erste Verkehrunfall des neuen Jahres in Dortmund: Um 0.05 Uhr lief ein Junge (9) vom Grünstreifen auf die Fahrbahn — direkt vor ein Taxi. Offenbar hatte sich das Kind bei der lauten Explosion eines Feuerwerkskörpers erschrocken. Trotz einer Vollbremsung und obwohl der Taxifahrer extra schon in der Mitte der zweispurigen Fahrbahn fuhr, wurde der Junge auf die Motorhaube des Mercedes geschleudert. Schwer verletzt kam er ins Krankenhaus.

Einen weiteren Schwerverletzten verbuchte die Polizei gegen 2 Uhr auf der Lichtendorfer Straße in Sölde: Ein Jugendlicher (16) hantierte an einer Bushaltestelle mit einem selbstgebastelten Feuerwerkskörper und wurde schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

Auch die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun — mit allein 42 brennenden Müllcontainern zwischen 0 und 2 Uhr. Großbrände blieben glücklicherweise aus. Im Bereich Hafen-Vöhde und in der Baumstraße (Nordstadt) brannten zwei Autos aus. Gegen 0.30 Uhr brannten zwei Garagen in Lütgendortmund und Eving. Um 1 Uhr rückten die Retter zu einem Balkonbrand in Benninghofen aus — fast zeitgleich brannte eine Küche in Eving. An der Deusener Straße fingen bei einem Kellerbrand einige Gegenstände Feuer, als oben im Haus noch gefeiert wurde.

Bei einem Wohnungsbrand starben zwei Katzen in einem Mehrfamilienhaus an der Preußischen Straße in Eving. Als die dreiköpfige Familien gegen 1 Uhr nach Hause kam, stand bereits dichter schwarzer Rauch in der Wohnung. Der besonnene Familienvater zog die Tür der Erdgeschosswohnung wieder zu und informierte alle Nachbarn. Die Feuerwehr konnte die zwei Familienkatzen nur noch tot aus der komplett brennenden Wohnung bergen. Es entstand ein Sachschaden von 100.000 Euro.