Tatort behandelt Dortmunds Problem mit Neonazis

Foto: WDR/Thomas Kost
Was wir bereits wissen
Der Fall ist brisant und brandaktuell: Im neuen Dortmunder Tatort ermittelt das Team in der Nazi-Szene - mit harten Bildern und spannender Handlung.

Dortmund.. Nach einem guten Jahr Pause läuft am Sonntag (20.15 Uhr) mit "Hydra" der fünfte Fall der Dortmunder Ermittler um Kommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) in der ARD.

Die Dortmunder Kommissare suchen den Mörder von Kai Fischer, der als Kopf der örtlichen Neonazi-Szene galt. Dessen hochschwangere Frau Tanja ist sich sicher, dass die Leiterin einer Beratungsstelle gegen rechte Gewalt hinter der Tat steckt. Ein Motiv hätte sie gehabt: Auch ihr Mann war das Opfer eines Mordanschlags geworden. Dringend tatverdächtig war damals das Opfer Kai Fischer. Doch die Indizien hatten für eine Überführung nicht ausgereicht.

Ermittler sind persönlich betroffen

In den Fokus rücken die jungen Kommissare Daniel Kossik (Stefan Konarske) und Nora Dalay (Aylin Tezel). Kossiks Bruder gehört zum harten Kern der rechtsextremen Gruppierung "Nationale Soziale". Er gerät bei den Ermittlungen rund um den Mord am Neonazi-Anführer Fischer ins Visier. Als gefährlich erweist sich der Fall auch für Nora Dalay: Gegenüber Fischers Gefolgsleuten nimmt sie kein Blatt vor den Mund und wird wenig später von einer Gruppe Rechtsradikaler überfallen. Die Neonazis hinterlassen ein abscheuliches Andenken.

Die persönlichen Probleme und Problemchen des Ermittler-Teams treten in der fünften Dortmunder Tatort-Folge in den Hintergrund. Es hätte die ohnehin schon dichte Handlung auch überladen. Stattdessen wird ein brandaktuelles Thema in den Vordergrund gerückt.