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Shadowland

Surreale Schattenspiele im Konzerthaus

15.08.2012 | 19:00 Uhr
Surreale Schattenspiele im Konzerthaus
Tänzerin des Pilobolus Dance Theatres im LichtkegelFoto: Maja Hitij/ dapd

Eine 75-minütige Reise zum Erwachsenwerden präsentierte das Pilobolus Dance Theatre mit ihrer Tanz-Show „Shadowland“. Die skurrile Handlung ist ein Mix aus akrobatischen Tanz, Phantasie, Komödie und Romantik.

Die Besucher des fast ausverkauften Konzerthauses ließen sich am Dienstagabend vom Pilobolus Dance Theatre mit ihrer Tanz-Show „Shadowland“ in ein Reich von Licht und Schatten entführen. Dabei bringen die Artisten nur mit den Schatten ihrer Körper eine ganze Geschichte zum Ausdruck.

Das experimentierfreudige Ensemble erlangte in kürzester Zeit, in seiner 40-jährigen Laufbahn, einen weltweiten Bekanntheitsgrad. Sie zeichnen sich insbesondere durch ihre vielseitigen Programme und die Choreographie aus. Die Bewegungen basieren nämlich nicht auf dem klassischen Ballett, sondern werden mit einem eigenen Team individuell aus intensiven Improvisations- und Spielerlebnissen entwickelt.

Hierzulande wurde die Truppe 2011 durch die Sendung „Wetten dass..?“ bekannt. Danach folgte die erste und sofort ausverkaufte Deutschlandtournee.

Flucht ins Reich der Träume

Das derzeitige Programm zeigt eine 75-minütige Reise zum Erwachsenwerden und erinnert dabei stark an Alice im Wunderland, wo die Vorstellung der Zuschauer auf die Probe gestellt wird. Die Hauptperson ist ein Mädchen, das aus seinem Leben ins Reich der Träume entflieht. Doch dann taucht sie in ein Reich von Licht und Schatten ein, das hinter ihrer Schlafzimmerwand lauert, und erlebt dort aufregende und verrückte Abenteuer.

Das eigentliche Highlight folgt allerdings erst in der Zugabe, in der die Zuschauer noch zu einer kleinen Reise nach New York, Berlin, in den Zoo und auch in die Dortmunder Innenstadt mitgenommen werden. Dabei werden mit passender Musik unterlegt die New Yorker Skyline, das Brandenburger Tor und die Reinoldikirche schattenhaft dargestellt. Belohnt wird die Show dann auch mit einer tosenden Menge und Standing Ovations.

Bei Shadowland lässt sich keine klare Linie erkennen, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Die schon sehr skurrile Handlung ist ein Mix aus akrobatischem Tanz, Phantasie, Komödie und Romantik. Auch die unterlegte Musik reicht von klassischen Klängen bis zu modernen Popsongs der Band „Seed“ oder von Alicia Keys. Neben den vielfachen Verwandlungen und dem Spiel mit den Größenverhältnissen des Schattentheaters gibt es allerdings auch längere Szenen, die sich nur im Licht abspielen.

Wer also verdrehte Geschichten gepaart mit akrobatischem Tanz und surrealen Schattenspielen mag, wird bei Shadowland auf jeden Fall auf seine Kosten kommen.

Berit Leinwand



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