"Superlehrer" Wolfgang Kaminski ist für jeden Spaß zu haben
20.06.2007 | 08:30 Uhr 2007-06-20T08:30:22+0200Im Fernsehen werden Superstars gesucht, Supermodels gekürt, Superhunde auserkoren. In Dortmund dagegen regiert seit gestern ein ganz anderer Superlativ: Der Superlehrer 2007. Wolfgang Kaminski von der Robert-Koch-Realschule wurde von seiner Klasse ins Ren
Insgesamt 50 Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen waren von ihren Schülern für den vom Dortmunder Lokalradio "91.2" ausgelobten Wettbewerb nominiert worden. 2222 Menschen gaben ihre Stimme ab. Für 39 Prozent von ihnen war die Sache klar: Wolfgang Kaminski ist der Superlehrer. "Weil der einfach klasse ist. Er ist für jeden Spaß zu haben, hat immer einen lockeren Spruch drauf. Der Unterricht ist nicht zu streng - und man lernt auch noch was", findet Kevin Mußmann. Der 14-Jährige war es, der den Mathe-, Physik- und Sportlehrer nominierte. "Danach haben wir eine Email-Kette gestartet, damit viele für ihn stimmen. Aber das lief fast von selbst, weil ihn eben alle nett finden", verrät der Schüler der Klasse 8a.
Hier hat der 54-jährige Gewinner seine größten Fans. Seit der Stufe fünf ist er der Klassenlehrer, unterrichtet die 29 Schüler in drei Fächern. Man kennt sich. Und man mag sich. "Das Arbeiten in dieser Klasse und an der Schule insgesamt ist sehr angenehm. Ich denke, die Schüler merken einfach, dass ich den Job gerne mache", erklärt der Superlehrer.
Dass er das Rennen gemacht hat, überrascht ihn trotzdem. "Es gibt allein an unserer Schule so viele Kollegen, die diese Auszeichnung verdient hätten. Eigentlich ist es ein bisschen ungerecht, dass einer allein geehrt wird", gibt er sich bescheiden. "Aber gefreut habe ich mich natürlich! Das ist ein sehr schönes Kompliment."
Als Kompliment an alle Dortmunder Schulen werten auch die Organisatoren des Wettbewerbs die Ergebnisse. "Man hört so viel Schlechtes über das Schulsystem, über Gewalt und schlechte Stimmung. Aber die meisten haben es ja gut", betont Norbert Hoffmann von Radio "91.2". "Die große Beteiligung ist eindeutig eine Gegenreaktion die zeigt, dass das Verhältnis zwischen Schule, Schülern und Eltern so übel nicht sein kann."
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