Zustimmung hängt am Kunstrasen
22.10.2007 | 03:00 Uhr 2007-10-22T03:00:32+0200Hombruch. Ganz oder gar nicht: Die Fraktionen von CDU und FDP in Hombruch werden dem Haushalt 2008/09 nur zustimmen, wenn die Mehrheitsfraktionen mit SPD und Grünen heute in der Hombrucher Bezirksvertretung grünes Licht für zwei Kunstrasenplätze im Stadtb
"Wir brauchen eine gemeinsame politische Willenserklärung, um den Vereinen zu helfen", appelliert der stellv. Bezirksvorsteher Hans Semmler (CDU) an seine politischen Gegner. Die Förderungen von zwei Fußballclubs stehen bei den Christdemokraten ganz oben auf der Liste: Je 50 000 Euro aus dem Haushaltstopf des Stadtbezirkes sollen helfen, die Pläne des Kirchhörder SC (Sportplatz Kobendelle) und des TuS Eichlinghofen (Anlage "Hinter Holthein") für die Umwandlung ihrer Plätze von Asche- zu Kunstrasenarenen anzustoßen.
Beide Vereine haben Förderanträge gestellt, über die die BV heute am Rande der Haushaltsdebatte entscheiden muss. "Wir sind sogar zu Kompromissen bereit, wenn wir diese Mittel bekommen", werben Semmler und CDU-Sprecher Hans Jürgen Grotjahn für ihre Vorschläge bei der SPD.
Denn die Liste der Sanierungen, Erneuerungen und Reparaturen ist lang, die die Verwaltung erstellt hat. Und teuer: Mit 3,3 Millionen Euro übersteigt sie das magere Budget des Vorortparlamentes von 1,857 Millionen Euro für zwei Haushaltsjahre um ein Vielfaches. Nach der Freude über 250 000 Euro mehr pro Haushaltsjahr für die BV folgt bei den Christdemokraten nun die Ernüchterung: "In Wirklichkeit ist das nur ein kleiner Tropfen, aber kein Schluck aus der Pulle", sagt Ex-Brauer Semmler. "Bis die Verwaltungsvorschläge abgearbeitet sind, ist es 2011", prognostiziert Grotjahn, "und wir haben keine Möglichkeit, politische Signale zu setzen."
Die Verwaltung versuche, der politischen Kreativität vor Ort mit derartig hohen Forderungen einen Riegel vorzuschieben, wettert Grotjahn. Und Semmler verweist auf Vorschläge, die im Haushalt der BV überhaupt nichts zu suchen hätten, wie die Toilettenerneuerung im Rombergpark (120 000 E) oder Dienstwohnungssanierungen.
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