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Zapfenstreich ohne den „König“

22.05.2012 | 16:20 Uhr
Zapfenstreich ohne den „König“
Bezirksverwaltungsstelle Hörde

Im Süden. Es war der Zapfenstreich gestern – die letzte Sitzung für die amtierende Hörder Bezirksvertretung. Und die ging ohne ihren langjährigen Frontmann über die politische Bühne: Manfred Renno, Bezirksbürgermeister und im Volksmund auch „König von Hörde“, fehlte wegen dienstlicher Termine in München.

Renno verliert nun wie seine beiden Amtskollegen Hans Semmler aus Hombruch und Sascha Mader aus Aplerbeck sowie alle Bezirksvertreter Mandat und Stimme – bis zur Wiederholung der Kommunalwahl. Solange, vermutet Hördes Verwaltungschef Ulrich Spangenberg, wird Regierungspräsident Gerd Bollermann „Beauftrage“ einsetzen. Und die könnten durchaus die Bezirksbürgermeister sein, „als intime Kenner ihres Stadtbezirks“. Für Spangenbergs Vermutung gibt es ein Vorbild: Als sich 2010 die Brackeler Bezirksvertretung der Wiederholungswahl stellte, wurde dort genau so verfahren.

Festlegen auf dieses Procedere allerdings will sich Arnsberg jetzt noch nicht. „Bis Donnerstag“, sagt RP-Sprecher Christoph Söbbeler, brauche die Behörde, um alle ausstehenden Fragen nun zuverlässig abzuklären.

Auch die Frage nach der Besetzung der Listen. Bei der SPD in Hombruch beispielsweise haben sich seit der Kommunalwahl bereits zwei Lücken aufgetan: Hartmut Ehringhaus ist gestorben, Christine Goussis weggezogen. Theoretisch, hat Fraktionssprecher Markus Demtröder in Erfahrung gebracht, gibt es zwei Möglichkeiten, die Plätze zu besetzen: Entweder rücken alle folgenden Plätze auf oder die beiden Vakanzen werden von außen völlig neu besetzt. Aber: „Von Platz 19 auf Platz 2 – so etwas kann es nicht geben“, weiß Demtröder.

Überhaupt sollen jetzt die Karten neu gemischt werden, wenn es nach der SPD geht, möglichst schnell. Und dann stehen in Aplerbeck und Hombruch Dortmunds einzige Bezirksbürgermeister aus Reihen der CDU auf dem Prüfstand. Beide, Mader und Semmler, wollen sich dabei vom erdrutschartigen Ergebnis ihrer Partei bei der Landtagswahl nicht beirren lassen. „Wir haben gemeinsam mit den Grünen hier eine gute Bilanz vorzuweisen“, setzt Sascha Mader darauf, dass die Bürger die Arbeit vor Ort in die Waagschale werfen.

So sieht es auch Hans Semmler: „Das war eine Klatsche für die NRW-CDU, an der Spitze mit Röttgen“. So setzt Semmler nicht nur auf eine kontinuierliche gute Arbeit vor Ort – sondern hat auch gelernt: „Deshalb wird auch ein Hombrucher in Hombruch bleiben – und das bin ich“.

Und selbst der „König von Hörde“ mag nach guten SPD-Werten im Land nicht zu früh jubeln. „In Hörde haben wir viel angestoßen – das müssen die Bürger bei der Wahl bewerten. Wie das ausgeht – offen. „Wichtig“, sagt Renno, „ist vor allem, dass viele wählen gehen“.

Katrin Kroemer



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