Wie Hochspannung die Umgebung verstrahlt
25.05.2010 | 18:21 Uhr 2010-05-25T18:21:00+0200Wellinghofen. Sie haben vor den Gefahren gewarnt – nun wollen sie mit knallharten Zahlen belegen, dass Hochspannungsleitungen Menschen schaden. Deshalb wird am Mittwoch, 26. Mai, nun öffentlich gemessen, ob und wie die Leitung über der Siedlung Feldbank in Wellinghofen die Umgebung verstrahlt.
Dazu lädt die IG „Vorsicht Hochspannung” ab 17.30 Uhr ein.
Erhöhte Alzheimer- und Leukämie-Gefahr laut Umweltamt für Strahlenschutz – das zwei der Punkte, welche die Interessengemeinschaft als Gefahr für die Anrainer von Hochspannungsleitungen anführt. „Je mehr Informationen wir erhalten (ernsthafte Erkrankungen, mindestens ein Fall pro Haus gerade bei lang andauerndem Wohnaufenthalt), desto beunruhigter sind wir über die Auswirkungen der elektrischen und magnetischen Wechselfelder dieser Freileitung”, schreibt die Initiative. Über mögliche negative gesundheitliche Auswirkungen von Schlafstörungen bis hin zu ernsthaften und lebensbedrohlichen Erkrankungen in der Nähe der Hochspannungstraße sei jedoch niemand beim Zuzug in solch ein Gebiet informiert worden.
Diese Situation will die IG „Vorsicht Hochspannung” nun so nicht weiter hinnehmen. Das öffentliche Mess- und Diskussionstreffen heute für Betroffene und Interessierte soll für mehr Transparenz sorgen. Treffpunkt ist um 17.30 Uhr in Wellinghofen hinter den Häusern Feldbank 112/114. Messung und Auswertung der 110-KV-Freileitung sollen bekannte Baubiologen übernehmen.
Nächster Termin der Hochspannungs-Gegner ist dann der 18. Juni. Im Gemeindezentrum St. Norbert, Hugo-Sickmann-Straße in Löttringhausen, gibt es ab 18 Uhr eine Diskussionsveranstaltung mit Experten zum Thema „Bürger unter Hochspannung: Hochspannungsleitungen im Wohngebiet – ungefährlich und alternativlos?"
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