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Weg mit dem Asphalt aus dem Naturschutzgebiet

17.08.2012 | 17:47 Uhr
Weg mit dem Asphalt aus dem Naturschutzgebiet
Die Bolmke. Das beliebte Naherholungsgebiet am Rande der Innenstadt..Foto: Ralf Rottmann

Renninghausen.  Im Naturschutzgebiet hat Asphalt nichts zu suchen, finden örtliche Politiker.

Eine idyllische Ruhe. Untermalt von Vogelgezwitscher und Blätterrauschen. Genau deshalb ist es in der Bolmke sehr lebendig, auf angenehme Art: Jogger, Spaziergänger, Radfahrer, Hunde- und Pferdebesitzer, die ihre Schützlinge genießerisch durch den Wald führen. Ein wunderschönes Naturschutzgebiet, dessen Waldwege die CDU Hombruch auf natürlich Art sanieren möchte. Wo Not am Weg ist, zeigten gestern Hans Semmler, Landesbeauftragter für den Stadtbezirk, und CDU-Ratskandidat Hans-Peter Rybarsch-Bröcher bei einem Ortstermin.

Stadtnah gelegen wird die 52,1 ha große Bolmke von vier Stadtteilen begrenzt: Im Norden von der Innenstadt-Süd mit BVB-Stadion, im Süden von Renninghausen mit der Stockumer Straße als Grenzlinie, im Westen liegt Barop (Pulverstraße/Helenenbergweg) und im Osten die Fritz-Kahlstraße in Brünninghausen. Sie stellt den letzten Rest der ehemals ausgedehnten Emscheraue zwischen Hörde und Barop dar. Schon seit dem 17. Jahrhundert wurde im emschernahen Gebiet Kohle gefördert, daher die großen Krater, von denen oft fälschlicherweise angenommen wurde, so Hans Semmler, dass sie von Bombenabwürfen stammten.

Jetzt fasziniert das Wald- und Auengebiet durch naturnahe Buchenwaldbestände, Teiche und Siepen mit ihren kleinen Bachläufen. Umso wichtiger sei es, die alten asphaltierten und kaputten Wege zu sanieren, so Semmler. Denn: „Asphalt hat in einem Wald, geschweige denn einem Naturschutzgebiet, nichts zu suchen“, betonen Semmler und Rybarsch-Bröcher – auch mit kritischem Blick auf andere Projekte im Stadtgebiet und die Asphaltierung eines Weges im Zuge der WM 2006. Kaputter Asphalt ohnehin nicht, die Unfallgefahr für ältere Menschen sei einfach zu groß, das habe Semmler am Wochenende erst selbst erfahren, bei einem seiner Spaziergänge durch den Wald. Er wäre beinahe gestürzt. Daher wolle man auf jeden Fall den alten Asphalt herausnehmen und ihn durch natürlichen Boden ersetzen. Abschüssige Stellen sollen aufgefangen, weiterem Auswaschen der Wege durch Ablaufrinnen vorgebeugt werden. Auch angemessene Ruheplätze sind in Planung.

„Ich habe auch schon mit dem Umweltamt gesprochen“, so Semmler, und die Mitarbeiter dort hätten sich erfreut gezeigt. „Klar, die Stadt hat kein Geld und wenn die zukünftige Bezirksvertretung (BV) diese Aufgabe in die Hand nehmen möchte, kommt das der Stadt entgegen“, so Semmler. „10- bis 20 000 Euro werden wir schon brauchen“, schätzt der Ex-Bezirksbürgermeister, was aber durchaus aus dem BV-Etat zu stemmen wäre. Für dieses Projekt, ist er sich sicher, werde auch parteiübergreifend eine Lösung gefunden.

Von Antje Mosebach

Kommentare
19.08.2012
09:51
Weg mit dem Asphalt aus dem Naturschutzgebiet
von MasterLangi | #6

Herr Semmler möchte doch nur wieder vor eine Kamera springen um in den Lokalnachrichten zu erscheinen, wie schon ca 2000 mal in den vielen Jahren

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2012-08-17 17:47
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