Warum es keine Hinweisschilder für den Phoenix-See in Dortmund gibt

Der Phoenix-See ist ein Besuchermagnet in Dortmund. Doch zu häufig wird er von Auswärtigen nicht gefunden.
Der Phoenix-See ist ein Besuchermagnet in Dortmund. Doch zu häufig wird er von Auswärtigen nicht gefunden.
Foto: Archivfoto: Oskar Neubauer
Was wir bereits wissen
Für jede Sehenswürdigkeit in Dortmund gibt es Hinweisschilder: Signal Iduna Park, Zoo, Westfalenpark, sogar für das touristisch eher unattraktive WDR-Studio. Aber Schilder, die zum Phoenix-See führen, sucht man vergebens. Darauf verzichtet die Stadt Dortmund ganz bewusst. Warum ist das so? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema.

Dortmund.. Die Stadt Dortmund hat keine Hinweisschilder auf den Phoenix-See aufgestellt. Und das hat ganz bestimmte Gründe.

Wieso gibt es keine Hinweisschilder für den Phoenix-See?

Hinweise auf "Hörde" würden der Orientierung der Autofahrer ausreichend dienen, begründete Stadtsprecher Frank Bußmann die schon vor fünf Jahren getroffene Entscheidung, auf Hinweisschilder zu verzichten.

Warum reichen die Hinweise auf den Stadtteil Hörde nicht aus?

Autofahrer, die sich in Dortmund nicht auskennen und von der Innenstadt aus über die Märkische Straße oder die Ruhrallee ohne Navi in Richtung Hörde fähren und sich dabei ausschließlich auf Hörde-Schilder verlassen, kutschieren am See vorbei.

Beispiel Märkische Straße: Die zwei Spuren gehen in Hörde in die Willem-van-Vloten-Straße über. Dann ein Rechtsknick auf die Faßstraße - und schon steuert der Autofahrer auf den auf linker Seite liegenden See zu. Besucher können den Phoenix-See nicht sehen. Das vom Stahlwerk übrig gebliebene und schon immer klobige Magazingebäude verdeckt den Blick auf den See wie andere hohe Gebäude auch - der See ist von der Faßstraße aus unsichtbar. Vor Ort fehlen Schilder auf den See und seine Parkplätze.

Aus welchen Gründen verzichtet die Stadt noch auf Hinweisschilder?

"Wer geleitet wird, erwartet ein konkretes Ziel, er braucht ein konkretes Ende, an dem er sein KFZ abstellen kann oder soll. Das ist beim See in dieser Form nicht möglich", sagt die Stadt.

Anders als der Westfalenpark, der Zoo oder das Stadion sei der Phoenix-See also kein echtes Ziel. Der "fehlende Endpunkt" könne zu "Unmut bei den Geleiteten" führen. Konsequenz: Kein Endpunkt - keine Schilder. Mit der Folge, dass Anwohner häufig desorientierte See-Besucher zu den real existierenden Parkplätzen lotsen müssen.

Was sagt die Hörder Politik dazu?

Hördes Bezirksbürgermeister Sascha Hillgeris möchte die Anfahrt für auswärtige See-Besucher verbessern. Sein Ziel: Die Stadt soll veranlassen, dass Schilder auf den Autobahnen 1, 2, 44 und 45 und Schilder auch innerhalb Dortmunds auf den See hinweisen.