Waldmönche erinnern an die Lehre Buddhas

Zum ersten Mal feiert die buddhistische Gemeinschaft "Wat Metta Parami" in Dortmund das wichtigste buddhistische Fest: Das Vesakha-Bucha-Fest erinnert an die Geburt, die Erleuchtung und den Tod Siddharta Gautamas, der als Buddha verehrt wird. Besucher können dort am Sonntag bei zentralen Ritualen zuschauen.

Hacheney.. Wer kann zu dem Fest kommen?

Eingeladen sind ausnahmslos alle, die kommen wollen: "Egal welcher Nationalität oder Religion", sagt Erich Föhrdes, Mitglied der Gemeinschaft. Der Buddhismus sei eine offene Religion, "mehr noch eine Lebensphilosophie": "Es ist auch möglich, dass man Katholik und gleichzeitig Buddhist ist, oder Muslim und Buddhist", sagt Föhrdes. Bei keiner Religion werde eine Ausnahme gemacht. Buddhist ist man ab dem Moment, in dem man Buddha als Erleuchteten anerkennt. Mönche - vergleichbar mit den katholischen Mönchen - gehen darüber hinaus und leben die Lehre Buddhas.

Was passiert bei dem Fest?

Buddhistische Mönche essen nur ein einziges Mal am Tag: zwischen 11 und 12 Uhr. Dieses große Mahl wird deswegen bedeutend zelebriert: Thailändische Frauen der Gemeinde kochen ein großes Buffet, bei dem es thailändisches Essen gibt - vor allem Reis, aber auch Gemüse, Fisch, Fleisch, Obst, Suppen und Süßes. Das Essen wird dann den Mönchen gereicht, die sich von allem etwas nehmen. Ist die Essens-Ausgabe vorbei, beten die Mönche mehrere Gebete, rhythmisch singend, auf der Sprache Pali.

Dann wird gegessen - für die Besucher ist dann noch eine Menge übrig. "Die Tafel steht den ganzen Tag", sagt Föhrdes. "Und was die Mönche übrig lassen, wird auch gegessen. Das ist dann eine besondere Ehre." Am Nachmittag gibt es eine Kerzenprozession, rund um eine Buddha-Statue herum, die im Raum aufgestellt wird. "Danach", sagt Föhrdes, "ist das Fest vorbei." Das ist etwa gegen 16 Uhr.

Wann und wo ist das Fest?

Am Sonntag (21.6.) beginnt das Fest um 11 Uhr mit dem Mahl der Mönche. Zum Fest kommen noch etwa ein Dutzend weitere Mönche aus anderen buddhistischen Gemeinden in Deutschland - "um den Buddhismus weiter zu verbreiten", sagt Föhrdes. "Der Gedanke dahinter ist natürlich ein missionarischer." Das Fest findet im Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg, Hacheneyer Straße 185, statt.

Die "Wat Metta Parami"-Gemeinschaft ist eine Gemeinschaft von Dhammajut-Mönchen, den sogenannten "Waldmönchen". Diese Mönche sind in der Auslegung der Religion strenger als die Gegenströmung, die der Mahanigai-Mönche. Die Mönche leben weitestgehend ohne Geld, die "Wat Metta Parami"-Gemeinschaft finanziert sich aus Spenden.

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