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Volle Fahrt erst wieder 2013

25.10.2012 | 18:00 Uhr
Volle Fahrt erst wieder 2013
Derzeit sind nur drei Wagen der H-Bahn in Betrieb, der vierte ist defekt und muss repariert werden.Foto: Rottmann Ralf

Barop.   Nach dem Unfall mit einem Container-Lastwagen kann die H-Bahn auf dem Campus der Dortmunder Universität erst wieder zum Wintersemester 2013/14 wieder regulären Betrieb mit vier Wagen aufnehmen.

Es war eine eine gute und eine schlechte Nachricht, die Rolf Schupp, Geschäftsführer der H-Bahn auf dem Universitäts-Campus, den wissbegierigen Mitgliedern der Bezirksvertretung (BV) Hombruch am späten Mittwochnachmittag verkünden konnte. Also, die schlechte zuerst: Das Technologie-Projekt kann seinen regulären Betrieb mit vier automatischen Wagen erst wieder zum Wintersemester 2013/14 aufnehmen. Die gute: Trotz des Ausfalls einer der Kabinen will Schupp die Beförderungskapazität zwischen Campus Nord und Süd schon jetzt verdoppeln.

Um diese Sachlage zu verstehen, muss man zum 15. Mai des Jahres zurückblenden. Ein Container-Lastwagen versperrt einem der vier Wagen der Hochbahn sozusagen die Spur. Mit einem Container am Kragarm erreicht der Brummi eine Firsthöhe von 5,10 Metern, erlaubt ist im Straßenverkehr eine Höhe von vier Metern, erläutert Rolf Schupp. „Der Fahrer wusste das alles“, sagt er. Dennoch liftete er unter der H-Bahn den Container hoch – mit rund 40 km/h und 34 Menschen an Bord prallt die führerlos gesteuerte Kabine gegen das Hindernis. Zwei Personen wurden schwer verletzt, die verzogene Kabine musste – mit einem geschätzten Schaden von 100 000 Euro – aus dem Verkehr gezogen werden. Das Versicherungsgutachten zur Schadensregulierung, das nebenbei, erwähnte Schupp, werde in zwei Wochen erwartet.

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H-Bahn-Betrieb auch an den Samstagen?

„Muss die H-Bahn nicht langfristig nicht nur an Wochentagen, sondern auch samstags laufen?“ fragte Inge Albrecht-Winterhoff (SPD).

Ob der Betrieb ausgedehnt werde, hänge nicht von der H-Bahn ab, sagte Rolf Schupp. Es gebe zu diesem Thema bald Gespräche mit der Uni-Kanzlerin.

Und, „ist der Schaden zu beheben?“, fragte Hans Semmler (CDU), der Hombrucher Bezirksbürgermeister. Das kommt auf die Betrachtungsweise an. Der Hersteller Siemens bestehe auf einem neuen Wagenkasten, man könne aber noch Teile des havarierten Wagens verwenden. „Das kann man durchaus als Reparatur betrachten“, sagte Schupp.

Das Problem: Bis zur Behebung des Schadens im kommenden Jahr fehlt den H-Bahn-Betreibern eine Kabine. Jeweils drei sind auf der Strecke, eine wird gewartet. Dieser Takt ist nun gestört und führt dazu, dass die Wagen vor der Zeit und am Wochenende gewartet werden müssen. Hinzu kommen im Tagesbetrieb Verzögerungen, wenn die Kabinen proppenvoll mit Studierenden sind und öfter die Türen blockiert werden. Dieses Problem, sagt Rolf Schupp, „haben wir mit kleinem Besteck gelöst.“ Will heißen: Mit 100 Meter neuem Fahrweg und einer neuen Weiche. Sie wurden an der Haltestelle Campus-Süd als dritter Bahnsteig parallel zu den Bahnsteigen 1 und 2 gelegt. „Das ermöglicht es uns, die Beförderungskapazität zwischen Campus Süd und Nord zu verdoppeln. In Spitzenzeiten fährt die H-Bahn 60 Mal in der Stunde“, sagt Schupp. Allerdings musste dafür die weniger frequentierte Strecke vom Technologiezentrum bis zur S-Banh-Haltestelle abgekoppelt werden. Sie wird jetzt mit Bussen bedient.

Von Michael Schmitz

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2012-10-25 18:00
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