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Phoenix-West

Vermarktung verschoben

21.01.2013 | 16:26 Uhr
Vermarktung verschoben
Ein überaus farbiger Magnet war Phoenix-West bei der Transindustriale im Jahr 201Foto: Knut Vahlensieck

Hörde.   Mitte 2013 können private Investoren den alten Hochofen und die Gießhalle erwerben.

Gefällt Ihnen der Platz, der Ort, der oben im Bild in ein glühendstahlrotes Licht getaucht ist? Er ist zu haben, wenn auch nicht sofort. Nach Auskunft von NRW.Urban verschiebt sich die Ausschreibung bzw. der Verkauf des alten Hochofens und der Gießhalle auf Phoenix-West an private Investoren auf Mitte 2013.

Zeitpunkt abwarten

„Wir schieben die Ausschreibung noch hinaus“, sagte Franz Große-Kreul von NRW.Urban auf Anfrage der Stadtteilzeitung. Der Grund: Es seien noch einige Arbeiten zu erledigen. So müssen noch eine Funktionalbeleuchtung installiert und einige Restarbeiten im Hochofen gemacht werden. Mit Fertigstellung rechnet er im Sommer.

Der zeitliche Verzug – der Verkauf sollte eigentlich schon über die Bühne sein – hat auch strategische Gründe. Der europaweite Immobilienmarkt für derartige Objekte ist derzeit nicht heiß, meint Große-Kreul, und das Juwel der einstigen Schwerindustrie „ein dolles Gut, da müssen wir den richtigen Zeitpunkt der Vermarktung abpassen. Im Moment ist es vielleicht nicht so günstig und wir wollen den Hochofen nicht so oft anbieten, denn es könnte den Eindruck von Sauerbier machen.“

Skywalk spektakulär

Das Gelände und die historische Hochofenanlage ist nicht das einzige Projekt, das NRW.Urban vermarktet. Der Nachfolger der einstigen LEG Stadtentwicklung bereitet auch andere Flächen für den Verkauf auf. Etwa Innenstadt -West und Jahrhunderthalle in Bochum, das Gewerbegebiet auf Zeche Waltrop oder das Stadtquartier Graf Bismarck in Gelsenkirchen.

Weil NRW.Urban für die Aufbereitung eines alten Dortmunder Wahrzeichens viel Geld aus Brüssel bekommen hat, muss der Hochofen europaweit angeboten werden. „Alle Gebäude und Anlagen müssen privat nachgenutzt werden“, sagt Große-Kreul. Ein privater Besitzer zum Beispiel könnte das Industriedenkmal gegen Eintritt öffnen. Allein der sogenannte Skywalk, ein Aussichtsgang auf der alten Gichtgasleitung in 22 Metern Höhe ist spektakulär und einzigartig. Er gehört zum Vermarktungspaket. Eine überdachte Fläche an den früheren Taschenbunkern, vor den drei großen bauchigen Winderhitzern gelegen, kann als einzigartige Location, wie es im Neusprech heißt, als Partyort vermarktet werden. Doch davor steht noch „staubtrockene europäische Verwaltungsmaterie“, meint Große-Kreul.


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