Unterwegs mit dem Polizeipräsidenten - Ist Hombruch ein Problemgebiet?

Wohnungseinbrüche und Taschendiebe, Falschparker und Verkehrsprobleme in der Fußgängerzone - darüber ärgern und sorgen sich die Hombrucher Einwohner. Bei einem Bezirksspaziergang hat sich Polizeipräsident Gregor Lange am Donnerstag einen Eindruck vor Ort verschafft.

Hombruch.. Weit und breit viel grün, auf der einen Seite der Ortskern, auf der anderen der Zoo - hoch oben von der Halde Gotthelf, wo die Sonne jetzt besonders brennt, hat man einen weiten Blick über Hombruch.

Hier sieht man auch die Ortsteile Kirchhörde, Lücklemberg, Brünninghausen und Bittermark - wo besonders viele Einbrüche in Hombruch beklagt wurden, erklärt Bezirksbürgermeister Hans Semmler. Und die Universität, wo sich die Taschendiebstähle häufen. Ist Hombruch hoch kriminell?

Kein Problembezirk

"Hombruch ist alles andere als ein Problembezirk", sagt Polizeipräsident Gregor Lange, "doch überall wo Positives ist, gibt es auch Randerscheinungen." Die Situation deshalb noch zu verbessern, sieht der Polizeipräsident auch hier als eine Aufgabe.

"Nicht nur die dunkle Jahreszeit, sondern auch gerade die Ferienzeit ist eine Zeit für Wohnungseinbrüche", erklärt Gregor Lange. Auch wenn in der Vergangenheit bereits Erfolge darin verzeichnet wurden, Einbrüche zu verhindern - zuletzt war die Einbruchsrate sogar rückläufig - die Bürger selbst seien auch gefragt.

Aufmerksamer Blick ist gefragt

"Wir wollen als Polizei vor Ort Präsenz zeigen", so der Polizeipräsident, "aber wichtig ist auch ein aufmerksamer Blick der Anwohner. Gute Nachbarschaft ist Gold wert!" Viele Anwohner würden sich bereits bei Auffälligkeiten bei der Polizei melden.

Teil des Rundgangs sind neben der Halde und der TU Dortmund auch der Ortskern und die Polizeiwache Hombruch. Das Verkehrsaufkommen und in der Fußgängerzone und Zuparken von Sperrflächen sorgen für Ärger. Außerdem: Es gab einen Einblick in die Flüchtlingsunterkunft an der Mergelteichstraße.

Überraschung im Flüchtlingsheim

Dort leben derzeit etwa 200 Menschen - Platz ist für 300. "Die nächsten 100 sollen schon bald einziehen", sagt Einrichtungsleiter Mike Herrmann und führt durch die Aufenthaltsräume. Für die jungen Männer in der Unterkunft gab es bei dem Besuch auch eine Überraschung: Fußbälle vom Hombrucher Sportverein.

"Es ist toll, wie viele Spenden wir regelmäßig bekommen", sagt Mike Herrmann. In einem Raum türmen sich tütenweise Kleidung, Schuhe, Schultornister und Spielzeug. "Man merkt, dass die Hilfsbereitschaft hier vor Ort groß ist", sagt der Einrichtungsleiter.