Uni-Achse bekommt Knoten mit Südtangente
03.03.2010 | 20:00 Uhr 2010-03-03T20:00:00+0100
Hombruch. Die SPD-Fraktion in Hombruch möchte den neuen Vogelpothsweg dauerhaft an die alte Uni-Südtangente anbinden. Den Verzicht darauf hatten einst die Grünen als Preis für ihre Zustimmung zum Bau des neuen Straßenzuges zur Uni erzwungen.
„Seinerzeit haben wir uns dem zähneknirschend gebeugt”, erinnert der stellv. Bezirksbürgermeister Ulrich Steinmann an den rot-grünen Beschluss gegen die Anschlussstelle beider Straßenzüge. Nach „vielen Gesprächen mit den Bürgern” sei nun die Idee entstanden, diese Verbindung zur Entlastung der Anlieger vor allem in Eichlinghofen wieder aufzunehmen.
Olaf Radtke, der zuständige SPD-Ratsvertreter, kann diesen Wunsch nur unterstützen. „Wir haben sonst eine Straße, die ins Nirgendwo führt”. Er hält es für nicht vermittelbar, „dass die Leute dann von einem ausgebauten Vogelpothsweg auf eine vierspurige Südtangente blicken, die sie aber nicht erreichen können”.
Deshalb ist er ausdrücklich für die Verbindung: Allerdings nicht vierspurig, „das wäre viel zu groß”, aber zweispurig. Außerdem ist der Anschluss für Radtke ökonomisch sinnvoll: Hier entstehe ohnehin eine Baustraße für schweren Lkw-Verkehr, um die Anwohner vom Bauverkehr zu entlasten.Ein Rückbau dieser Baustraße würde das Stadtsäckel sinnlos belasten.
Denn eines ist mittlerweile klar: Der Rückbau der Südtangente bis zum Anschluss „Hauert”, wie es ein alter Ratsbeschluss vorsieht, ist gar nicht mehr finanzierbar. Außerdem herrsche an der Uni selber großes Interesse, diese schnellste Verbindung zum Uni-Gelände und Technologiepark zu erhalten.
„Nur begrüßen” kann den Antrag der SPD auch Bezirksbürgermeister Hans Semmler. Seine CDU ist ohnehin Verfechterin der Südtangente und sieht in der Verbindung mit der neuen Uni-verkehrsachse Gardenkamp/Vogelpothsweg „das Minimum, das wir immer wollten”. Nur so könnten auch die Anlieger im Baugebiet Gardenkamp sinnvoll entlastet werden.
Die laufenden Bauarbeiten zwischen Stockumer Straße und Kleine Heide bieten für Semmler eh Gefahren: Hier müsse schnellst möglich ein Fußweg befestigt werden, um Passanten wirkungsvoll gegen Lkw-Verkehr abzugrenzen.
11:27
Hallo bios66,
wenn sie das auf die SPD und die Grünen beziehst kann ich Ihnen nur recht geben!!
Ob die Anderen (FDP und CDU in Dortmund) besser sind kann man nicht sagen, die hatte ja in Dortmund noch nicht viel zusagen.
Bei der SPD ist aber schon sehr schlimm.
10:08
Was für eine verlogene Truppe!
Ich erinnere mich genau, dass bei der Bürgerinformationsveranstaltung zum Ausbau Gardenkamp / Vogelpothsweg letztes Jahr explizit darauf hingewiesen wurde, dass die Anbindung der Uni-Strasse nur temporär sein wird!
Alle reden von einer Entlastung des Gardenkamps. Wen interessiert das denn in dem Zusammenhang. Warum redet keiner von der zu erwartenden Mehrbelastung der Anwohner Korte-Geitke / Hugo-Heimsath? Mit welchen Bürgern wollen die Herren Radtke/Steinemann denn da gesprochen haben. Mit ihrem eigenen Stammtisch?
Politik besteht in Dortmund jetzt wohl prinzipiell aus Lügen und Betrügen - wirklich schade!
08:01
Hallo Linke_sammeln_ein,
Sie haben recht! Aber ich hatte nur sehr wenig Zeit. Das macht es nicht besser, keine Frage.
Aber was ist den gegen den einen Weiterbau der Uni Südtangente zu sagen?
17:01
#2 BND, ich habs nicht so mit der neuen deutschen Rechtschreibung nach der Reform. Ich schreibe deshalb wehlen imner noch mit ä.
12:28
Wo sollte die Uni-Südtangente eigendlich mal hin gebaut werden? Da ist doch nicht oder?
16:51
Kann es sein, dass die Trackback-Funktion defekt ist?
10:04
Die Sache mit der Anbindung ist schon gut. Nun sollte man aber noch die Uni-Südtangente fertig bauen.
Das man die SDP nicht wehlen kann ist schon richtig. Die hat in den 60er die Uni-Südtangente beschlossen und bauen lassen. In den 80er wollte Sie die Uni-Südtangente abreisen. (Da hätte man aber viel Geld an das Land zahlen müssen)
Nun da die Uni-Südtangente im Grunde immer noch fehlt man aber den Öko-Flügel nicht verägern möchte baur man diese halbe Lösung
Das die SPD die geplante Anbindung der Uni-Südtangente als ihren Vorschlag verkauft ist frech.
04:35
Erinnert an den endgültigen Atomausstieg auf Bundesebene. Letztlich zählen die Versprechen, die man den Wählern macht gar nichts. Sobald man andere Mehrheiten hat, drückt man unpopuläre Entscheidungen durch. Die SPD kann man bald auch nicht mehr wählen. Ich erinnere mich noch genau, wie sie die Bürger Eichlinghofens per Flugblatt im Briefkasten zum Diskussionsabend in die AWO Stortweg eingeladen haben. Jeder der Einwände gegen die Tangente habe, könne sie dort vorbringen. Leider stand auf dem Flugblatt als Veranstaltungstermin der Vortag. Einige Zeit später habe ich die Genossen auf einer Wahlkampveranstaltung auf diese Termingeschichte angesprochen. Die haben sich kaputt gelacht. Für mich war das absichtliche Bürgerverarsche.