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Abenteuer Ferien

Ums Ausmisten drückt sich keiner

29.07.2012 | 16:15 Uhr
Ums Ausmisten drückt sich keiner
Linda (3) schloss Pony Wicky sofort ins Herz. Foto: Anja Cord

Menglinghausen.   20 Gewinner bei unserer Aktion „Abenteuer Ferien“ samt Anhang erlebten in Menglinghausen einen Tag auf dem Ponyhof Am Rüggen, den der Verein „Kultur aktiv“ trägt. Und die waren voll des Lobes.

Die kleine Linda stapft über den Reitplatz, gerade ist sie vom Pferd geklettert. Ihr Mutter kniet sich, fragt die Dreijährige gespannt: „Na, hat es Spaß gemacht?“ Doch das Mädchen legt nur strahlend den Arm um die Schulter ihrer Mutter – das sagt mehr als tausend Worte.

Und auch die anderen 20 Teilnehmer unserer Aktion „Abenteuer Ferien“ samt Anhang sind voll des Lobes. Auf dem Ponyhof Am Rüggen, den der Verein „Kultur aktiv“ trägt, lernte sie gestern alles rund um die stolzen Vierbeiner. Peter Regener, Vorsitzender des Vereins, gibt gleich zu Beginn eine „Einführung ins Thema Pferd“. Und so wurde den – überwiegend weiblichen – Teilnehmern gleich ein Zahn gezogen. „Gibt es keine Zückerchen?“ Nein, gibt es nicht.

Abenteuer Ferien: Marie striegelt Kalli. Foto: Anja Cord

„Brot ist eine Belohnung“, klärt Regener auf. Und die gibt es nur selten. Die fünf Tiere, an denen sich die überwiegend reitunerfahrenen Gewinner ausprobieren dürfen, müssen sich gedulden. Erst nach einem Geländeritt und Übungen auf der Anlage gegen 13 Uhr bekommen sie ihre Leckerlis. „Sonst kneifen die Euch in die Tasche.“ Wo die Belohnung zu finden ist – Fritz, Fred & Co haben das schnell raus.

Auf der Anlage drehen etwas später die Tiere gemütlich ihre Runden – je nach Alter der Reiter von mehr oder weniger Begleitern umzäumt. Und die Gewinner bei unserer Aktion haben schnell raus, wie sich der Rücken der Tiere besonders schnell erklimmen lässt – am Rand liegt ein Baumstamm quer. Sieht nicht immer elegant aus, ist aber effektiv.

Ein PS statt Motorrad

Auf dem größten Pferd thront Dominic Fulco. Er fällt nicht nur als einer der wenigen Männer auf. „Live hard, drive easy“ steht auf seinem T-Shirt geschrieben, ein schweres Motorrad made in the USA ist darunter zu sehen. „Das ist ein gutes Gefühl, so mit einem PS“, findet Fulco. Er hat seinen Spaß, auch wenn er selbst nicht auf die Idee kam, am Gewinnspiel der Stadtteil-Zeitung teilzunehmen. „Meine Frau hat mich überredet.“ Und einen Helm darf er ja auch tragen.

Ein Mädchen aus der Gruppe sind derweil ganz aufgeregt. „Darf ich traben?“ Das darf sie, doch Peter Regener schickt erst einmal die blutigen Anfänger in die Halle – Platz muss sein. Das Mädchen hüpft vor Freude auf und ab, hält sich schließlich gut im Sattel.

Wladimir Steinnagel (32) gehört mittlerweile zu den Herren der Leckerchen. Etwas abseits vom Trubel werden die Tiere für eine Pause auf der Weide vorbereitet, inklusive (trockenen) Häppchen. Eine Faust machen, das Brot auf der flachen Hand hinhalten – so hat er es gelernt. Und Fred, den er vorher schon reiten dufte, frisst geduldig. Da bleibt sogar noch Zeit, um Auge in Auge ein wenig zu quatschen mit dem stattlichen Braunen.

Doch dann zieht sich Steinnagel mit den anderen Zweibeinern zurück, stärkt sich selbst für die kommende Aufgabe – das Ausmisten. Darauf „freuen“ sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon den ganzen Tag. „Ich muss dann mal weg“ ist der meistzitierte Satz. Doch kneifen gilt nicht. „Alle Arbeiten rund ums Pferd erleben“, hat Peter Regener versprochen – und versprochen ist versprochen. Denn er möchte auch vermitteln, wie viel Arbeit und Verantwortung ein Pferd neben allem Spaß bedeutet.

Wolfgang Maas

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