TU Dortmund zieht Sicherheitsdienst aus der Mensa ab

In ihrer Mittagspause speisen Studierende und Uni-Angestellte der TU Dortmund wieder ohne Bewacher: Das Studentenwerk hatte im November auf die steigende Zahl der Diebstähle in der Mensa reagiert und einen Sicherheitsdienst eingesetzt. Dessen Einsatz ist jetzt beendet.

Dortmund.. Das Studentenwerk wollte durch den Einsatz von Wachleuten in der Mensa und in Cafeterien für mehr Sicherheit sorgen. Laptops, Smartphones, Geldbörsen: Bis zu vier Diebstähle wurden pro Tag gemeldet, und auch immer häufiger griffen Diebe beim gastronomischen Angebot zu, ohne zu zahlen.

Die Maßnahme sei ein Test gewesen und nun abgeschlossen, teilte eine Sprecherin am Freitag auf Nachfrage mit.Die Sicherheits-Profis hatten sich zunächst in Uniform gezeigt, um Aufmerksamkeit für die Aktion zu wecken, dann führten sie ihren Dienst in Zivil aus. Zusätzlich informierte das Studentenwerk auf Plakaten, über Bildschirmanzeigen und im Internet über die Langfinger im Essenssaal.

Diebstahlzahlen gingen zurück

"Während der Testphase sind die Meldungen über Diebstähle deutlich zurückgegangen", sagt Petra Mikolajetz vom Studentenwerk. "Wir führen dies auch darauf zurück, dass die Gäste für das Thema sensibilisiert wurden." Die Studierenden hätten positiv auf die Security reagiert und Verständnis gezeigt.

"Das eingesetzte Personal vermittelte ein Gefühl von Sicherheit", so Mikolajetz. Allerdings äußerten einige Gäste auch Betroffenheit, wie Anastasios Topsinogloi: "Dass an der Uni Security gebraucht wird, ist kein schönes Bild." Sollte sich die Lage wieder zuspitzen, schließen die Betreiber nicht aus, erneut Wachpersonal einzusetzen. Das Studentenwerk ist ein soziales Dienstleistungsunternehmen für Studierende. Es unterhält unter anderem die Mensen und Cafs auf dem TU-Campus.Dort werden täglich mehrere tausend Studierende und Mitarbeiter mit Essen versorgt.