"Tremonias Erben" im Waffenstillstand mit Jugendamt
08.04.2009 | 18:19 Uhr 2009-04-08T18:19:00+0200Hombruch. Nach den ersten hitzigen Gefechten herrscht erstmal Waffenstillstand.
Ein Experten-Team von „Tremonias Erben”, die Jugendlichen der LARP (Live Action Role Play)-Gruppe, die in den Osterferien in mittelalterliche Abenteuerwelten tauchen wollten und das Dortmunder Jugendamt, das dieses Rollenspiel untersagte (wir berichteten), haben „konstruktiv diskutiert”. Mit Eingeständnissen auf beiden Seiten.
Das Jugendamt habe den Jugendlichen, so die Pressestelle der Stadt Dortmund, deutlich gemacht, dass es ihm „nicht um ein generelles Verbot” dieser Spielform gehe, sondern um die „Überprüfung der inhaltlichen Ausgestaltung”. Will heißen, hinschauen und hinhören, um Vorurteile und vorgefasste Meinungen abzubauen. Dafür gebe es weitere Treffen und Informationsveranstaltungen – mit den Jugendlichen.
Die werden, „um eventuelle öffentliche Irritationen auszuschließen”, gemeinsam mit den Jugendamts-Pädagogen den Internetauftritt überarbeiten. Unbeabsichtigt hätten die Jugendlichen durch ihre dort eingestellten Kurzvideos mit Kampfszenen eine „auf wenige Aspekte reduzierte Diskussion ausgelöst” – und dadurch auch das Verbot. Dem Jugendamt scheinen sie nun verständlich gemacht zu haben, dass „Brutalität und Gewalt in ihren Spielen keinen Platz haben”, sondern Spielideen und selbst kreierte Fantasy-Geschichten in einem festen Regelwerk im Vordergrund stehen. Im Juni findet ein Konvent im Sauerland statt – zu den Vorbereitungen eines für die Sommerferien geplanten und pädagogische begleiteten LARP-Angebotes in der Jugendfreizeitstätte (JFS) Hombruch.
Trotzdem werden „Tremonias Erben” diese Osterferien mit einem Alternativprogramm vorlieb nehmen. Auf das Eintauchen in ihre, aus eigener Phantasie entwickelte Welt müssen sie zwar verzichten. Aber dafür brauchen sie auch nicht, wie befürchtet, nur zu kickern oder Tischtennis zu spielen. Mit dem „Historischen Spiel Schwerte e.V.” kommt ab Dienstag (14.) zumindest mittelalterliches Leben in die JFS. Interessierte Eltern können sich unter 711352 informieren.
Ein Experten-Team von „Tremonias Erben”, die Jugendlichen der LARP (Live Action Role Play)-Gruppe, die in den Osterferien in mittelalterliche Abenteuerwelten tauchen wollten und das Dortmunder Jugendamt, das dieses Rollenspiel untersagte (wir berichteten), haben „konstruktiv diskutiert”. Mit Eingeständnissen auf beiden Seiten.
Das Jugendamt habe den Jugendlichen, so die Pressestelle der Stadt Dortmund, deutlich gemacht, dass es ihm „nicht um ein generelles Verbot” dieser Spielform gehe, sondern um die „Überprüfung der inhaltlichen Ausgestaltung”. Will heißen, hinschauen und hinhören, um Vorurteile und vorgefasste Meinungen abzubauen. Dafür gebe es weitere Treffen und Informationsveranstaltungen – mit den Jugendlichen.
Die werden, „um eventuelle öffentliche Irritationen auszuschließen”, gemeinsam mit den Jugendamts-Pädagogen den Internetauftritt überarbeiten. Unbeabsichtigt hätten die Jugendlichen durch ihre dort eingestellten Kurzvideos mit Kampfszenen eine „auf wenige Aspekte reduzierte Diskussion ausgelöst” – und dadurch auch das Verbot. Dem Jugendamt scheinen sie nun verständlich gemacht zu haben, dass „Brutalität und Gewalt in ihren Spielen keinen Platz haben”, sondern Spielideen und selbst kreierte Fantasy-Geschichten in einem festen Regelwerk im Vordergrund stehen. Im Juni findet ein Konvent im Sauerland statt – zu den Vorbereitungen eines für die Sommerferien geplanten und pädagogische begleiteten LARP-Angebotes in der Jugendfreizeitstätte (JFS) Hombruch.
Trotzdem werden „Tremonias Erben” diese Osterferien mit einem Alternativprogramm vorlieb nehmen. Auf das Eintauchen in ihre, aus eigener Phantasie entwickelte Welt müssen sie zwar verzichten. Aber dafür brauchen sie auch nicht, wie befürchtet, nur zu kickern oder Tischtennis zu spielen. Mit dem „Historischen Spiel Schwerte e.V.” kommt ab Dienstag (14.) zumindest mittelalterliches Leben in die JFS. Interessierte Eltern können sich unter 711352 informieren.
13:16
...es darf in dieser Hinsicht keine Eingeständnisse seitens der LARP-Organisatoren geben! Sie machen nicht unrechtes oder schlimmes. Die Diskussion mit den „Verantwortlichen“ direkt im Jugendamt ist verschenkte Liebesmüh. Richtige Ansprechpartner wären hier der Ratsvorsitzende des Kinder und Jugendrates der Stadt Dortmund.
Das Jugendamt hat hier wohl deutliche Rückstände und muss dringend den Umgang mit neuen Medien wie dem Internet erlernen um sie nutzen zu können.
Derartige Verbote in den blauen Dunst ohne entsprechende Kenntnisse seitens des Jugendamtes sind nicht einfach nicht hinnehmbar…
00:28
Ich verstehe einfach nicht wie solch ein Individuum solche Entscheidungen fällen darf.
Auf der einen Seite nach mehr Verständnis schreien und auf der anderen Seite wie die Axt im Walde und völlig Blind Chaos verbreiten. Solch einen intollereanten Mist habe ich bisher nicht mal von den Braunen gehört.
11:53
Unverständlich finde ich auch, dass die Jugendlichen Unbeabsichtigt durch ihre dort eingestellten Kurzvideos mit Kampfszenen ...die Diskussion .. und auch das Verbot .. ausgelöst hätten:
Erst reagiert das Jugendamt viel zu spät, dazu vollkommen unangemessen, und jetzt übernehmen die Mitarbeiter nicht einmal die Verantwortung, sondern schieben diese bequem ab.. auf die Opfer!
Wunderbares vorbildhaftes Verhalten, eine Lektion für alle Kinder und Jugendlichen.
Die MA disqualifizieren sich immer mehr!
11:26
naja, wahrscheinlich denkt das J-Amt daß das Spiel mit echt harten Holzschwertern beim historisch angehauchten Mittelalterspiel ungefährlicher ist als ein echt aussehendes Schaumstoffschwert bei den LARPern....
So lernen die Kinder jedenfalls was über Behördliche Entscheidungsfindung und amtliche Logik....
06:04
Haben Tremonias Erben eine andere Chance, als kooperativ und verständnisvoll zu erscheinen?
Das Jugendamt hätte seine Entscheidung zurücknehmen und sich entschuldigen müssen.
Hoffentlich gibt es wenigstens intern Konsequenzen.
20:20
Ein peinliches Zurückrudern der städtischen Verantwortlichen im Jugendamt.
Und - stattfinden wird doch nicht das, was die Jugendlichen wollten. Jetzt muß nur noch irgendwer behaupten, dass Ritterspiele rechts seien und es ist aus für alle Zeiten.
Na ja - als Alternative gibt es ja zunehmend frei organisierte Jugendarbeit. Da können die Bürokraten sich gerne allein verwalten und sich beschränken - im Sinn des Wortes -während die Jugend das tut, was ihr Spass macht.