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Insolvenz eröffnet

Treffpunkt vor dem Verkauf

05.10.2012 | 21:00 Uhr
Treffpunkt vor dem Verkauf
Der Bio und Naturkostladen Treffpunkt in Dortmund Brünninghausen.Foto: Ralf Rottmann

Brünninghausen.   Über den Treffpunkt in Brünninghausen ist am 1. Oktober das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Sanierer Achim Thomas Thiele sprich mit mehreren Kaufinteressenten.

Über den „Treffpunkt“, Naturkostladen, Buchhandlung und Bistro an der Mergelteichstraße, ist am 1. Oktober das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Der Dortmunder Insolvenzverwalter Achim Thomas Thiele führt zurzeit Gespräche mit verschiedenen Kaufinteressenten. Ziel sei es, so Thiele, die Arbeitsplätze zu erhalten, auch die der behinderten Beschäftigten.

Arbeit für 22 Menschen

Wie berichtet, war die gemeinnützige Gesellschaft des Christopherus-Hauses und des Pädagogisch-Sozialen Zentrums Anfang Juli durch mangelnden Umsatz in finanzielle Turbulenzen geraten und konnte ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen. In Café, Vollwert-Restaurant, Buchladen und Naturkostladen arbeiten drei Vollzeit- und 13 Teilzeitkräfte sowie sechs Mitarbeiter mit Handicaps. Das „Lädchen“ war 1997 eingerichtet worden, um Menschen mit Behinderungen einen Arbeitsplatz außerhalb der Werkstätten Gottessegen zu bieten.

Info
Menschen mit und ohne Behinderung

Im Treffpunkt arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Dadurch sollten Menschen mit Defiziten sich aus den Werkstattstrukturen lösen können.

Ziel ist ein weitgehend eigenverantwortliches Handeln.

Seit dem Bekanntwerden der Geldprobleme bemühte sich ein Freundeskreis des Treffpunktes, Lösungen für eine wirtschaftlich tragfeste Zukunft zu suchen.

Lösung noch im Oktober

Diskutiert wurde unter anderem der „Umgang mit hohen Miet- und Nebenkosten“ und ein gemeinnütziges Genossenschaftsmodell für das Lädchen, das auch von den Schülern der benachbarten Schule besucht wurde.

Offenbar sind die Bemühungen dieses Initiativkreises für eine Lösung gescheitert. Auch von der Gründung eines eigenständiges Fördervereins wurde abgesehen. „Derzeit laufen Prozesse, die wir nicht irritieren wollen“, erklärte gestern Siegfried Brzoska, Sprecher des Initiativkreises.

Der Insolvenzverwalter will kurzfristig zu einer Lösung für den „Treffpunkt“ kommen. „Es werden mit einer Reihe von Interessenten, die bereits Erfahrung auf dem Gebiet Bio und Naturkost haben, derzeit Gespräche geführt mit dem Ziel der Veräußerung und Fortführung des Treffpunktes“, sagte der Dortmunder Rechtsanwalt. Er sei guter Dinge, noch im Oktober zum Abschluss zu kommen. Sein Ziel sei es, viele Arbeitsplätze zu erhalten.

Michael Schmitz


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