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„Treffpunkt“ meldet Insolvenz an

05.07.2012 | 09:00 Uhr
„Treffpunkt“ meldet Insolvenz an
In den Kirchhörder Werkstätten Gottessegen könnten die gehandicapten Mitarbeiter aus dem insolventen „Treffpunkt“ unterkommen. .

Brünninghausen.   Der „Treffpunkt“, Naturkostladen und Café in Brünninghausen, musste Insolvenz anmelden. Der Betrieb fuhr immer mehr in die roten Zahlen.

Dass es um die wirtschaftliche Situation nicht allzu gut bestellt war, war kein Geheimnis. Das plötzliche „Aus“ gestern allerdings löste bei den Mitarbeitern Fassungslosigkeit und Entsetzen aus. Der „Treffpunkt“, Naturkostladen und Bistro an der Mergelteichstraße, hat Insolvenz angemeldet. Die Versammlung, auf die der Betriebsrat gedrängt hatte, sollte eigentlich Gespräche um die Zukunftsfähigkeit des „Treffpunktes“ beinhalten. Die aber hatte zuvor schon ein Wirtschaftsprüfer unter die Lupe genommen.

Reißleine gezogen

„Wir haben die Reißleine gezogen“, erklärte Norbert Zimmering als Gesellschaftsvertreter gestern auf Nachfrage und zeigte sich selbst betroffen. Immerhin würden so gut zwei Dutzend Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Zurzeit arbeiten im Treffpunkt bis zu 20 Angestellte in unterschiedlichen Arbeitsverhältnissen; gleichzeitig wurden hier Außenarbeitsplätze für ein halbes Dutzend Menschen mit Handicap eingerichtet.

Das war ursprünglich Hauptanliegen des Christopherus-Hauses (heute zusammen mit dem Pädagogisch-Sozialen Zentrum Gesellschafter des „Treffpunkt“). 1997 war so eine Ergänzung zu den Werkstätten Gottessegen geschaffen worden. Das Lädchen hatte sich zum Treffpunkt entwickelt, gerne auch genutzt von den Schülern der benachbarten Schule. Dass deren fußläufige Verbindung seit langem durch die Baustelle vorm Haus gekappt ist? – Vielleicht auch ein Grund dafür, dass der Treffpunkt „seit 2011 verstärkt in die Miesen gerutscht“ sei. Die Wechsel in der Geschäftsführung hätten zudem auch innerbetrieblich für wenig Stabilität gesorgt.

„Das war immer ein Plus-Minus-Null-Geschäft“, sagte Zimmering – zumal der Treffpunkt ja eine gemeinnützige GmbH sei. Zuletzt allerdings habe man den monatlichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Und auch wenn man der neuen Geschäftsführerin bei Antritt im Januar eigentlich noch ein Jahr Zeit eingeräumt hatte, musste die jetzt den Gang zum Insolvenzgericht antreten.

Perspektive: „Aussichtslos“

Perspektive? „Aussichtslos“, urteilt Zimmering. In seinen Augen zumindest was eine betriebswirtschaftlich erfolgreiche Weiterführung betreffe. Für die Mitarbeiter versuche man im bestehenden Netzwerk neue Chancen auf Arbeit zu finden. Die Menschen mit Behinderung werden in die Werkstatt Gottessegen integriert. Und noch, betont er, sei der Laden ja nicht geschlossen. Das Vielleicht, was da noch mitschwingt, ist allerdings ein sehr leises.

Anja Schröder

Kommentare
17.07.2012
18:49
„Treffpunkt“ meldet Insolvenz an
von ambros41 | #1

Diese Einrichtung ist einmalig in Dortmund und Umgebung. Tolle vegetarische, kontrolliert-ökologische Mittagsgerichte, persönliche Atmosphäre zwischen...
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2012-07-05 09:00
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