Traditionsclub startet ungewöhnliche Aktion für Kunstrasen

Nach 60 Jahren roter Asche soll der Rot-Weiß Barop endlich einen Kunstrasenplatz bekommen. Dafür braucht der Verein viel Geld. Um es zu bekommen, setzt der Verein auf seine Fans - und auf eine ungewöhnliche Aktion. Wir stellen sie vor.

Barop.. Im Dezember des vergangenen Jahres hat der Rat der Stadt Dortmund beschlossen, fünf Sportplätze zur Modernisierung in Kunstrasen an die Vereine zu übertragen, darunter der an der Stockumer Straße. Dringend soll der grüne Untergrund her, um die langfristige Zukunft des Vereins zu sichern. Dem läuft seit Jahren nämlich der Nachwuchs davon, denn sandige Windhosen, dreckig-rote Fußballschuhe und Asche in den Schürfwunden wünscht sich niemand.

Der Platz kostet 400.000 Euro. Das zahlt die Stadt - jedoch nur über 20 Jahre gestreckt. 20.000 Euro jährlicher Zuschuss sollen Rot-Weiß Barop zugutekommen. Das Projekt muss jedoch eigenverantwortlich in die Tat umgesetzt werden und die entstehenden Baukosten sollen mithilfe eines Darlehens bezahlt werden. Für das notwendige Eigenkapital sorgt eine außergewöhnliche Aktion.

Wie sieht die Kunstrasen-Aktion aus?

Für zehn Euro pro Quadratmeter können Interessierte symbolisch ein Stückchen des 64 x 100 Meter großen Fußballplatzes erwerben, und den Rot-Weiß Barop unterstützen.

Gibt es eine Möglichkeit, alle Informationen auf einen Blick zu bekommen?

Ja, auf der Internetseite des Vereins, www.rw-barop.de, wurde ein eigener Reiter "Kunstrasen" eingerichtet. Dort gibt es auch einen Plan, auf dem alle "verkauften" Flächen markiert werden und auf Wunsch mit dem Namen der Spender versehen werden.

Wie kann man sich an dem Projekt beteiligen?

Mitmachen kann bei der Aktion jeder. Auf der Internetseite des Rot-Weiß Barop kann ein PDF-Formular heruntergeladen, ausgefüllt und eine Spende überwiesen werden.