Supermarkt bangt um seine Existenz

Lange hatten Bürger und Politik um einen Nachfolger für den Lidl-Markt am Baroper Kirchweg gekämpft. Vor einem Dreivierteljahr eröffnete dort der Deli-Frischemarkt. Jetzt kämpft der neue Supermarkt-Betreiber um seine Existenz.

Barop.. Ein großes Sortiment, internationale Produkte und moderate Preise zeichnen den Deli-Frischemarkt am Baroper Kirchweg aus, trotzdem bleiben die Kunden weg, die ihren Haupteinkauf erledigen. "Sie haben sich in der langen Zeit des Leerstands umorientiert", vermutet der Supermarktbetreiber Haci Delifer. 2013 hatte der Lidl-Markt das Ladenlokal verlassen, Delifer eröffnete seinen Lebensmittelmarkt im August 2014.

Geschäft wird nicht angenommen

"Uns ist damals ein Stein vom Herzen gefallen", so Hans Semmler. "Alle waren dankbar, dass Haci Delifer das Risiko auf sich genommen hat, den Laden hier zu eröffnen." Leider werde das Geschäft nicht so angenommen wie erhofft. Und das, obwohl das Sortiment wesentlich größer sei als bei dem Vorgänger Lidl. Den Kontakt zu Haci Delifer knüpfte damals die Verwaltung auf deinen Hinweis vom Bezirksbügermeister hin. Das Dienstleistungszentrum Wirtschaft half bei der Erstellung des Gründungskonzeptes und eines Businessplans, der Grundlage für die Gespräche mit Banken und zur Beantragung des Gründungszuschusses war.

Standort unbedingt erhalten

Nach nur einem Dreivierteljahr ist die Fleischtheke Marktes bereits geschlossen und wird durch ein Angebot aus abgepackten Waren aus der Tiefkühltruhe ersetzt. "Wir müssen alles tun, dass der Stadtort erhalten bleibt", so Hans Semmler. Als nächsten Schritt sieht er Gespräche mit der Wirtschaftsförderung und dem Planungsamt. "Wir müssen dafür sorgen, dass hier wieder mehr Menschen einkaufen", sagt der Bezirksbürgermeister. Haci Delifer wünscht sich, endlich kostendeckend arbeiten zu können. "Dann habe ich mein Ziel erreicht." Derzeit kämpft er um seine Existenz.