Podiumsdiskussion
Süd-Tangente ohne Anschluss an die Universität
22.04.2010 | 18:44 Uhr 2010-04-22T18:44:00+0200Barop. Schulkinder im Straßenverkehr – ein heikles Thema. Um dieses Problem ging es unter anderem am Mittwochabend. Und zwar bei dem Thema „Straßenbauprojekte und Verkehrssicherheit – Stand und Perspektiven am Beispiel Gardenkamp”.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „TU trifft TU-Nachbarn” fand eine Vortragsveranstaltung inklusive Podiumsdiskussion statt. Rund 80 Zuhörer waren in den Rudolf-Chaudoire-Pavillon am Campus Süd gekommen, um sich über den aktuellen Stand der Bauarbeiten zu informieren.
Nach der Begrüßung durch Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen vom Lehrstuhl Verkehrs-Systeme und -Logistik, gaben Dipl.-Ing. Sylvia Uehlendahl und Dipl.-Ing. Bernd Schulte vom Tiefbauamt Dortmund eine kurze Einführung in das Straßenbauprojekt „Am Gardenkamp”.
Langer Winter sorgt für Verzug der Bauarbeiten
„Durch den langen Winter sind wir zwei bis drei Monate in Verzug. Deshalb sind wir erst Mitte/Ende Oktober fertig”, entschuldigte sich Uehlendahl für die verlängerten Bauarbeiten am Verkehrskonzept rund um die Universität im Bereich Am Gardenkamp und Vogelpothsweg. Ziel der Baumaßnahme: Die dörfliche Ortsdurchfahrt Barop entlasten.
Im Bereich Kleine Heide beispielsweise, so Uehlendahl, seien die Bauarbeiten weit voran geschritten, aber noch nicht auf endgültigem Niveau. Bei der Kreuzung Otto-Hahn-Straße müssten noch die Verkehrsinseln angepasst und eine Signal-Anlage angelegt werden. Zusammen mit dem Kreuzungspunkt an der Stockumer Straße müssten allerdings beide Verkehrspunkte fertig sein sein, bevor das Mittelteil der Baroper Straße vollgesperrt werde, erklärte die Verkehrsplanerin.
Bei der Podiumsdiskussion äußerte Barbara Siedlaczek, Rektorin der Ostenberg-Grundschule Bedenken für den Bereich am Henriettenweg. „Dort überqueren die Schulkinder die Straße. Wie wird dieser problematische Bereich gesichert?”, wollte Siedlaczek wissen. Dieses kritische Teilstück werde mit einer Signal-Anlage gesichert, versicherte Schulte.
Süd-Tangente ohne Universitäts Anschluss
Ob nicht auch eine Tempo-Drosselung in diesem Bereich sinnvoll sei, fragte Stadtplaner und Anwohner Wolfram Röhrig. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung sei die neue Verbindung als innerstädtische Hauptverkehrsstraße ausgewiesen und deshalb gelte die von der Straßenverkehrsbehörde vorgeschriebene Geschwindigkeit von 50 Km/h, begründete Dipl.-Ing. Winfried Sagolla, vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt, die Tempo-Regelung.
„Allerdings werden wir die Situation im Auge behalten. Bei zunehmenden Konfliktpotential wird man aber über eine Tempo-Drosselung diskutieren”, erklärte Bezirksbürgermeister Hans Semmler.
Kopfschütteln bei dem ein oder anderen Zuhörer sorgte der Beschluss, wonach die Süd-Tangente nicht an die Universität angeschlossen wird. „Das ist beschlossene Sache”, betonte Sagolla.
„Wenn die Süd-Tangente nicht an die Uni angeschlossen wird, dann gleicht das einem Schildbürgerstreich”, meinte ein verärgerter Einwohner aus Eichlinghofen.
11:15
Erschreckend, dass der, der am lautesten schreit auch noch in der Zeitung landet. Den Rest der Diskussion bei der Veranstaltung (Intransparenz der zugrunde liegenden Gutachten, etc.) wird nicht erwähnt. Aber der unqualifizierte Ausspruch eines Eichlinghofers (wohlgemerkt NICHT Anwohner der neuen Straße) wird gleich zur Headline - klasse!
Der Spruch war übrigens: Beschlüsse sind dafür da geändert zu werden. Die Südtangente muss angeschlossen werden Also völlig argumentsfrei und sachlich falsch. Auch wenn das Motto Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern in der Dortmunder Politik viel zu oft zu gelten scheint.
12:44
Der Bau einer vielbefahrenen Straße durch ein Wohngebiet illustriert einmal mehr die totale Unfähigkeit der politischen Klasse. Ein Prachtexemplar dieser Klasse, der Spezialdemokrat Radtke, hat sich mit seinen Enteignungsplänen gegenüber steuerzahlenden BürgerInnen als Neobolschewist geoutet!
14:59
Der Schildbürgerstreich ist das die Unitangente nicht angebunden wird *und* nicht zurückgebaut wird. Für den Rückbau ist nämlich auch kein Geld da.
02:33
Wie viele Anschlüsse an Universität und Technopark soll der Rest der Südtangente denn noch haben? Reichen Hauert, Meitnerweg und Otto-Hahn-Str. den bequemen Studenten und HiWis nicht mehr? Muss man heute ohne Abbiegen direkt in den Hörsaal gleiten, oder wie?
Mit verärgerter Einwohner ist wohl ein Orts-CDUler gemeint, der immer noch vom Durchstich der Südtangente bis zum Krückenweg träumt. Und das wäre der wirkliche Schildbürgerstreich - eine teure, naturverschlingende Abkürzung im Dortmunder Süden, die Keiner wirklich braucht.