Sternsinger besuchen Bundespräsident Gauck

Wie tickt eigentlich unser Bundespräsident? Er findet es nicht gut, dass ihn überall Leibwächter begleiten müssen und er wohnt in einem fast königlichen Schloss. Welchen Fußballverein er gut findet, will er aber nicht verraten. 20 Baroper Sternsinger haben ihn besucht und mit Fragen gelöchert. Wir zeigen die besten Bilder und ein Video.

Barop.. Zum Dreikönigstag durfte die Baroper Delegation zusammen mit einer Gruppe aus Schloß Holte-Stukenbrock vor dem Bundespräsidenten singen und an die Eingangstür vom Schloss Bellevue schreiben. Im Schneetreiben marschierten sie in Gewändern und mit Kronen in das Anwesen in Berlin. Bei einem Video-Wettbewerb haben die Jugendlichen der Gemeinde St.-Franziskus-Xaverius den besonderen Ausflug gewonnen.

"Erst versteht man gar nicht richtig, dass man vor dem wichtigsten Mann Deutschlands steht", sagt die 12-jährige Merit Vorndran hinterher - die Nervosität habe sich aber schnell gelegt. Das Urteil der Reisegruppe ist einstimmig: Bundespräsident Joachim Gauck sei ein sehr netter, ganz normaler Mann. Der 75-Jährige erzählte offen aus seiner Biografie, zum Beispiel von der Kriegsgefangenschaft seines Vaters.

Bereitwillig beantwortete er die zahlreichen klugen Fragen, die die Baroper mitgebracht haben. Auf Reisen werde er immer von Kameras verfolgt, könne nicht einmal alleine spazieren gehen, berichten die Sternsinger. Das sei schon ein Nachteil seiner wichtigen Position. Ob er zur nächsten Wahl im Februar 2017 wieder kandidieren möchte, konnte er nicht sagen - und seinen Lieblings-Fußballverein behielt der Staatschef auch für sich: "Er muss ja ganz Deutschland gleich behandeln. Da müsste er sonst alle Vereine aufzählen", erklärt die zehnjährige Conni Benölken.