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Spannender Blick hinter die Kulissen des Messe-Rummels

23.01.2011 | 16:53 Uhr
Spannender Blick hinter die Kulissen des Messe-Rummels
Eine Klasse des Gymnasium an der Schweizer Allee besucht die Westfalenhallen und wagte einen Blick hinter die Kulissen. Foro: Klaus Pollkläsner

Aplerbeck.In der Halle 1 war bereits das Spielfeld für die Hallenstadtmeisterschaft im Fußball ausgelegt. Die Bande fehlte, wie der Freund des gepflegten Hallenfußballs bemerkte. Die Atmosphäre in der riesigen, aber leeren Halle nutzten die Schüler eines Sowi-Kurses vom Gymnasium an der Schweizer Allee aus Aplerbeck, um sich mit dem Pressesprecher der Westfalenhallen, Andreas Weber, über ihre Erlebnisse in einer der größten Veranstaltungshallen der Republik, auszutauschen.

Die Handball-WM 2007 lieferte das Stichwort. Eigentlich war der Kurs der 15 bis 17-jährigen angereist, um hinter die Kulissen der Messe zu schauen, zu lernen, wie die Messeindustrie funktioniert, welche wirtschaftliche Bedeutung sie hat, was dazu gehört, um eine Messe erfolgreich zu betreiben. Dazu führte Weber die rund 20 Schüler auch in die sonst nicht der Öffentlichkeit zugänglichen Bereiche des Messegeländes.

Am Ende des Rundgangs war dann Gelegenheit, mit Hallenchef Dr. Ludwig Jörder zu diskutieren – der Initiativkreis Ruhr hatte zwei weitere Schulen, eine aus Essen, eine aus Bochum, zu diesem „Dialog mit der Jugend“ gebeten. Kursleiter Wolfgang Mlekus hofft, so seine Schüler für das Fach im Allgemeinen und wirtschaftliche Fragen im Besonderen zu interessieren: „In der Westfalenhalle erhalten sie einen Einblick in die Wirtschaftspraxis jenseits der Theorie, in Politik und Ziele der Unternehmen – für viele Schüler ist das auch interessant im Hinblick auf die Berufswahl oder ein Praktikum.“

Die Schüler selbst zeigten sich beeindruckt von dem Blick hinter die Kulissen, in riesige, leer stehende Hallen, die sie von Musikkonzerten gut gefüllt erlebt haben, von der Künstlergarderobe, die zwar schon zahllose Weltstars beherbergte, ohne Künstler aber eher bieder wirkte, von der VIP-Lounge mit eigener Getränkeversorgung.

„Die Größe der Westfalenhallen ist schon beeindruckend“, findet so beispielsweise Yves Neuhaus (17) und Wiebke Siebert (15) meint: „Es ist spannend zu sehen, wie Messen geplant, organisiert und durchgeführt werden – hier arbeiten möchte ich aber nicht.“ Während Armenia Emanuele (16) auf die Menschen verweist, die an der Messe arbeiten: „So viel Arbeit steckt dahinter, alle geben sich Mühe, dass alles funktioniert.“

Mit den gastronomischen Betrieben beschäftigt die Messegesellschaft rund 400 Mitarbeiter. Lena Ostermann (16) möchte selbst später Betriebswirtin werden und interessiert sich daher durchaus auch für die Kosten eines Messestandes.

In der Halle 4 lief gerade die „Best of Events“, eine Eventmanagementmesse. Elisabeth Ulig (15) könnte sich eine Beschäftigung in diesem Bereich tatsächlich vorstellen: „Allerdings machen das viele – die Konkurrenz ist mittlerweile sehr groß“, gibt sie sich keinen Illusionen über den Arbeitsmarkt hin. Anton Darscht (16) hingegen denkt größer: „Mir würde es Spaß machen, so eine Messe zu planen, zu gestalten und den Besuchern ein tolles Erlebnis zu ermöglichen.“

Oliver Schmidt

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