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So wird 2013 im Süden garantiert schön!

30.12.2012 | 16:51 Uhr
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So wird 2013 im Süden garantiert schön!
Beachvolleyball wird Trendsportart in den Emscherauen.Foto: David Hecker

im Süden.   Prima Aussichten: Glaube niemand, dass 2013 Unglück bringt. Der Süden Dortmunds wird sogar vom Glück verwöhnt.

2013 - was für eine Jahreszahl! Wer sich fürchtet, dass die 13 uns ein ganzes Jahr lang Unglück bringen wird, der braucht dringend Trost. Und Süßigkeiten haben in der größten Not noch immer geholfen. Also: Wir versüßen uns mit ein bisschen südlichem Lebensgefühl das neue Jahr im Dortmunder Süden.

Rabattscheinchen

Es wäre doch gelacht, wenn sich unsere Bezirkspolitiker von den Großkopferten im Rathaus das Jahr vermiesen ließen. 50 Prozent ihrer Haushaltsmittel sollen sie hergeben. Zu gut Deutsch: Die Hälfte von dem, was sie im Portemonnaie haben. Wir lassen deshalb Rabattscheinchen für den Süden drucken. Jeder Politiker, der ein Loch in der Fahrbahn auf den Hauptstraßen seines Stadtteils fotografiert, erhält zum Beispiel 50 Prozent Rabatt auf eine Fahrbahnsanierung. Außerdem gibt’s ein Prämiensystem: Bezirksparlamentarier, die sechs Monate lang dem Kämmerer nicht widersprochen haben, dürfen einem Verein in ihrem Beritt 1000 Euro für einen Fitzel Kunstrasen spenden.

Luftraum wird dichtgemacht

Schluss mit dem Fluglärm im Süden mit einem einzigartigen politischen Schachzug! Die Stadtbezirke Hombruch, Hörde und Aplerbeck erklären sich solidarisch und verfügen einfach eine Schließung ihres Luftraums (mit sofortiger Wirkung ab Sommerflugplan). Das wird Gerichte bis in die 97. Instanz beschäftigen. Derweil müssen alle Flugzeuge ab Wickede eine scharfe Kurve fliegen, damit sie weder Sölder noch Aplerbecker Gebiet überqueren. PS: Viel Spaß in Asseln.

H-Bahn nach „Hoerdee“

Hombruchs Bezirksbürgermeister Hans Semmler fasst sich ein Herz und ausländisches Kapital und lässt die H-Bahn vom Uni-Campus über Phoenix-West und Phoenix-See zum Flughafen verlängern. Das Ding zieht Touristen wie High-tech-Firmen gleichermaßen. „Hombruck“ und „Hoerdee“ sind weltweit in aller Munde, Ex-Borusse Julio Cesar ist einer der ersten, der in der schicken „Herman-Street“ eine feine Herren-Butike eröffnet.

Ab 60 Taxi vor dem Haus

Immer dieser Ärger mit den Taxistellplätzen. Schluss damit! Wir versüßen uns den demografischen Wandel mit einer Initiative der Seniorenbeiratsmitglieder in den südlichen Stadtbezirken. Künftig erhält jeder Bürger über 60 einen Taxistellplatz vor der Haustür, um sich zu weite Wege zu sparen. Selbstverständlich wird gleichzeitig das Droschken-Angebot in Dortmund auf über 10 000 Taxis aufgestockt. Schöner Nebeneffekt für die Fahrgäste: Durch das größere Angebot purzeln völlig marktgerecht die Preise. Von Kirchhörde nach Hörde kommt man künftig für 35 Cent.

„Turkiye Hombruch“

Der Sommer im Süden wird ja sowieso super. Aber das nimmermüde Hombruch-Forum, der Zusammenschluss der örtlichen Gewerbetreibenden, macht den Hombrucher Sommer diesmal supadupamega­super. Letztes Jahr gab’s nur ein paar Tage „Hombruch karibisch“. Jetzt versüßen wir uns 2013 mit einer Nonstop-Themenparty in den sechs Wochen der Schulferien. „Hombruch karibisch“ geht nahtlos in „Hombruch balearisch“ (mit Ballermann-Programm) über. Es folgen noch Hombruch italienisch (mit Pizza und Pasta) „Eviva Hombruch“ (mit Tapas), „Türkiye Hombruch“ (zum 1000. Geburtstag des Döners) und – zum Ausspannen und Meditieren – „Hombruch liechtensteinisch“ (das erste Fest ohne Programm).

Mit Red Bull in die Emscher

Die Trendsportart Beachvolleyball erobert auch den Dortmunder Süden. Auf den Emscherauen in Hörde entsteht eine zehn Fußballfelder große Strandlandschaft. Während im östlichen Bereich nahe dem Phoenix-See hippe Cocktails gereicht und Bikini-Schönheiten gebräunt werden (im Volksmund heißt das Gelände bald „Klein-Malibu“), wird im ehemals phoenix-westlichen Teil der Fläche hart und sportlich gearbeitet. Der Sponsor Red Bull klinkt sich schnell in das Erfolgsprojekt ein. Das Team von RB Hörde gewinnt bald die Beachvolleyball-Meisterschaften von Deutschland, Europa, der Welt und den Stratosphären-Cup. Zur Feier dieses Triumphes springt ein Red-Bull-Astronaut aus 40 Kilometern Höhe mit einer kleinen „Hörder Fackel“ in der Hand exakt in die völlig verdutzte Emscher.

Zitat eines Einheimischen: „Die spinnen, die Neureichen!“

Jürgen Potthoff

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