So soll die Phoenix-Halle zur Popkultur-Hochburg werden

Die Phoenix-Halle soll zur europaweit angesagten Konzert-Location werden: Am Dienstag wurden die konkreten Pläne vorgestellt, wie Konzert- und Clubleben für bis zu 3600 Menschen nach Hörde gebracht werden sollen. Hinter dem neuen Betreiber der Halle steht die Firma von vier Giganten der deutschen Popmusik.

HÖRDE.. Der neue starke Mann der Phoenix-Halle wird Alexander Richter sein. Er ist Geschäftsführer von"Four Artists". Die BerlinerKonzertagenturgehört mehrheitlich den Pop-Giganten der Gruppe "Die Fantastischen Vier".

Neben den "Fantas" arbeitet "Four Artists"mit rund 130 Künstlern zusammen, unter anderem Seeed, Clueso, Max Herre oder international mit David Guetta. Künstler dieser oder ähnlicher Kategorie kann sich Alexander Richter in der Phoenix-Halle vorstellen. "Dortmund kann als Konzertstandort neben Köln funktionieren."

Halle bekommt zwei Anbauten

Zusammen mit dem Architekten Jens Casper stellte Richter die Umbau-Pläne für die Phoenix-Halle vor.Der Weg des Besuchers wird in der neuen Halle über die Treppen gegenüber des Hochofens in einen Anbau in rostroter Cortenstahl-Optik führen. Hinter dem Foyer und der Garderobe - die zusammen mit Toiletten in einem zweiten Anbau untergebracht wird - liegt die die Halle für bis zu 3600 Besucher, zum Club geht‘s in den Keller. Die Architektur des Innenraums und ihr rauher Charme würden beibehalten, betonte Jens Casper.

Perspektivisch ist ein Parkhaus geplant

In Sachen Parkplätze sollen 315 neue Plätze entstehen. Außerdem gibt es 450 weitere Parkplätze auf dem Phoenix-West-Gelände, die genutzt werden könnten.Perspektivisch ist ein Parkhaus geplant - was aber auch mit der weiteren Entwicklung auf Phoenix-West zusammenhängt, wo 77 Prozent der Flächen noch nicht vermarktet sind.

Für weitere Entlastung soll ein Shuttle-Service zum Hörder Bahnhof sorgen. Verhandlungen mit DSW 21 seien auf dem Weg. Vom Bahnhof gebe es ohnehin keine Anbindungsprobleme: Auch nach 23 Uhr führen hier Verbindungen in Richtung Hauptbahnhof, Sauerland oder Kreis Unna.
Vor 2016 sind Konzerte kaum realistisch

Ein wenig unklar bleibt der Zeitplan. Der Investor ist startbereit, am Dienstag fiel der noch fehlende politische Beschluss. Die Bezirksvertretung Hörde diskutierte offene Fragen zu Lärmbelastung und Parkplätzen - und stimmte dem Konzept zu.

Vor 2016 ist aber ein reguläres Konzertprogramm kaum realistisch, weil erst der Weg durch die Bürokratie passen muss und dann der Tourplan potenzieller Bands.