So sauber ist das Wasser des Phoenix-Sees

Der Phoenix-See ist nicht nur ein Ausflugsziel mit Bootsanleger, Gastronomie und Arztanschluss, sondern auch ein Areal für Chemiker, Physiker und Biologen. Sie haben die Wasserqualität des Sees überprüft. Jetzt liegt das Ergebnis vor.

Hörde.. Die Wasserqualität ist "hervorragend". Zu diesem Ergebnis kommt die Emschergenossenschaft, die an sieben Stellen die Wasserproben für Untersuchungen im Labor nimmt. Dass der See biologisch gesund ist, erkannten die Spezialisten spätestens am 19. Juli 2014: Das Wasser war 26,2 Grad Celsius warm, aber ein in warmen Gewässern zu erwartender Sauerstoffmangel war nicht zu erkennen.

Theoretisch wäre baden erlaubt

Als "ausgezeichnet" bewertet die Emschergenossenschaft die Ergebnisse der mikrobiellen Untersuchungen. Zwar dürfen See-Besucher im Phoenix-See nicht baden, aber theoretisch wäre das erlaubt, denn "alle Messwerte liegen deutlich unterhalb der gemäß EG-Badegwässerrichtlinie festgelegten Werte", heißt es in dem Bericht.

Mit anderen Worten: Es gibt Keime im See, aber in so geringer Konzentration, dass eine Gefahr für die Gesundheit auszuschließen ist. Ebenfalls wichtig: Die für Stahlwerke typischen chemischen Altlasten sind im Seewasser nicht nachweisbar.

Hechte, Schleien und Rotfedern

Bevor das Seebecken geflutet wurde, hatten Arbeiter den belasteten Boden tief ausgehoben. Vor fast zehn Jahren sah das Areal deshalb aus wie eine Mondlandschaft mit Kratern. Jetzt schwimmen Hechte, Schleien, Karauschen, Rotfedern und Bitterlinge in dem See. Sie sind nach einem genau abgestimmten Plan ausgesetzt worden.

Fische können zu einer guten Wasserqualität beitragen. Diese Aufgabe sollen im See auch Algen übernehmen. Im Labor sind die Spezialisten zu dem Ergebnis gekommen, dass der Phoenix-See ein "gutes ökologisches Potenzial" besitzt.