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Hombruch

Schwarz-Rot bestätigt Semmler

13.09.2012 | 18:02 Uhr
Schwarz-Rot bestätigt Semmler
Nach der Wahl: Ulrich Steinmann, Alterspräsidentin Rose-Marie Wille und Hans SemmlerFoto: Klaus Pollkläsener

Hombruch.   Über die Jahre wechseln die Bündnisse. Aber Hans Semmler ist wieder Bezirksbürgermeister in Hombruch.

Hans Semmler (65) ist erneut zum Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Hombruch gewählt worden. Mit 15 Stimmen (seine Fraktion, die CDU, verfügt über sieben Mandate, die SPD ebenfalls über sieben, die FDP über ein Mandat) ging Semmler gestern aus der konstituierenden Sitzung der neuen Bezirksvertretung als der erwartete Sieger hervor.  

Sieben-Punkte-Programm

Die Grünen (4 Mandate), die mit beiden großen Lagern Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit geführt hatten, stellten Fraktionssprecherin Barbara Brunsing zur Wahl für die Ämter des Bezirksbürgermeisters und seines Stellvertreters. Zum 1. Stellvertreter des wurde jedoch auf der gemeinsamen schwarzen-roten Liste Ulrich Steinmann (SPD) gewählt. Auf eine Stellvertretung des Stellvertreters, wie sie die Bezirksvertretungen Aplerbeck und Hörde eingerichtet haben, verzichtet Hombruch weiterhin. Brunsing beschied sich mit dem Amt der Grünen-Fraktionsvorsitzenden.

Das schwarz-rote Bündnis in Hombruch hat sich bis zur Wahl 2014 zunächst auf ein Sieben-Punkte-Programm verständigt. Demnach sollen keine weiteren Neubaugebiete ausgewiesen werden, solange vorhandene Flächen im Stadtbezirk nicht bebaut sind. Auch der Erhalt des Hallenbads, die Unterstützung der Stadtteilbibliothek „im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten“, neue Konzepte für den Radverkehr, eine attraktivere Gestaltung der Hombrucher Fußgängerzone und des Marktplatzes sowie die Verbesserung des Straßen- und Gehwegzustands dürften in den Kooperationsgesprächen der Fraktionen zu den unstrittigen Punkten gezählt haben. Brisanz barg lediglich der letzte Punkt der Vereinbarung: „Im Rahmen des Ausbaus der Straße Am Gardenkamp sollen die Straßen Lehnertweg und Ostenbergstraße keine Sackgassen werden, sondern weiterhin an das Straßennetz angebunden bleiben“. Dies solle mindestens so lange gelten, bis eine verlässliche Verkehrszählung eventuell andere Maßnahmen nahelege. Für die Grünen war dies der Dollpunkt der Verhandlungen. Sie boten, als Verfechter der Abbindung der Ostenbergstraße, einen Kompromiss an: eine Testphase von sechs Monaten mit einer Sperre am Rüpingsbach. Danach hätte Bilanz gezogen werden sollen.

Hans Semmler erklärte am Rande der Sitzung, dass die Bürger die Bezirksvertretung als ihre „erste Anlaufstelle in der Kommunalpolitik“ verstehen sollten. Ihn schmerze die „katastrophale Wahlbeteiligung“. Sie lag zwar höher als überall sonst in Dortmund, aber nur noch bei 41,9 Prozent.

Jürgen Potthoff


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