Schülerinnen retten am Phoenix-See eine Katze vorm Ertrinken

Foto: Dieter Menne
Was wir bereits wissen
Tierisches Drama am Phoenix-See in Dortmund: Eine Katze ist am Donnerstagabend beinahe in dem künstlichen See in Hörde ertrunken.

Hörde.. Als die Polizei am Donnerstagabend das Notruftelefon der Arche90 klingeln ließ, machte sich die Einsatzfahrerin sofort auf den Weg zum Phoenix-See in Dortmund. Dort hatten die beiden Schülerinnen Annabel Wolter (15) und Michelle Feroud (16) beobachtet, wie eine Schildplattkatze, im Volksmund auch Glückskatze genannt, vom Bootsanlegersteg in das kalte Seewasser sprang.

Warum sie das tat, darüber kann man nur spekulieren. "Wir dachten zunächst an einen Hund, vor dem sie geflüchtet sein könnte", sagt Annabel Wolter.

Erst noch rausgeschwommen

"Anfangs ist sie immer weiter rausgeschwommen, dann zurück unter den Steg, wo sie wohl bewusstlos wurde", erzählt die Schülerin. Mit der Hilfe von Joggern haben die beiden Mädchen die Katze aus dem Wasser gefischt und vom nahe gelegenen Eiscafé ein paar Handtücher zum Trocknen geholt.

Weil die Katze schrie, nachdem sie wieder aufgewacht war, und nur noch liegen, aber nicht mehr sitzen konnte, riefen die Mädchen den Notruf der Polizei an, die wiederum die Arche90 verständigte.

Schreien war wie ein Blubbern

Vor Ort war sofort klar, dass die Katze umgehend medizinisch versorgt werden musste. Ohne Zögern brachte die Einsatzfahrerin der Tierschutzorganisation die Katze zu einem Tierarzt. Das Schreien des Tieres glich einem Blubbern. Deshalb vermutete die Arche-Helferin Wasser in der Lunge. Die Katze hatte starke Gleichgewichtsstörungen, zitterte am ganzen Körper und zuckte zum Teil, was eventuell durch nervliche Schäden verursacht sein konnte.

Beim Tierarzt sah die Situation schon ein wenig besser aus: die Fahrt im beheizten Auto in ein Handtuch gewickelt half ihr. Noch stark zitternd wurde sie medikamentös versorgt, in der Lunge wurde zum Glück kein Wasser festgestellt.

Hoffentlich meldet sich der Besitzer

Weil sie unterkühlt war, wurde sie erstmal stationär aufgenommen. Am Dienstag wurde die Katze aus der Pflege beim Tierarzt entlassen. Inzwischen ist sie in einer Pflegestelle untergebracht in der Hoffnung, dass sich ihr Besitzer meldet.

Wenn sich in den nächsten 14 Tagen niemand melden sollte, will Annabel Wolter, die bereits eine Katze hat, sie aufnehmen. Sie ist eben eine echte Glückskatze, hatte Glück im Unglück.