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Schnettkerbrücke zwischen Innenstadt und Eichlinghofen gefährlich für Radler

24.02.2013 | 15:20 Uhr
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Der Fahrradweg über die Schnettkerbrücke, hier an einem Tag mit Plusgraden, birgt im Winter Gefahren. Denn weil er auch bei Eis und Schnee nicht gestreut ist, steigt das Unfallrisiko.
Der Fahrradweg über die Schnettkerbrücke, hier an einem Tag mit Plusgraden, birgt im Winter Gefahren. Denn weil er auch bei Eis und Schnee nicht gestreut ist, steigt das Unfallrisiko.Foto: Klinke

Eichlinghofen.  Der Weg zur Arbeit führt Ulrike Lerche jeden Tag über den Radweg an der Schnettkerbrücke. Morgens hin, abends zurück. Der hartnäckige Winter macht die Verbindung zwischen Innenstadt und Eichlinghofen allerdings zur Tortur - und zur Gefahrenstelle.

Denn Radweg über die Brücke wird nicht gestreut. Erst vor einigen Tagen beobachtete die Dortmunderin einen Unfall. "Eine Radfahrerin wurde von dem vereisten Zustand des Weges überrascht, kam mit dem Fahrrad ins Schlindern und ist mit dem Kopf auf das Metallgeländer gestürzt." Die Folge: eine dicke Platzwunde. Ulrike Lerche leistete sofort erste Hilfe.

"Warum wird dort nicht gesrtreut?"

Und sie ärgerte sich wieder einmal über die Stadt. "Ich verstehe nicht, warum dieser kurze Weg über die Brücke nicht gestreut werden kann", sagt sie. "Das ist einer der Hauptverbindungswege für Fußgänger und Radfahrer." Zwar deute das "Kein Winterdienst"-Schild daraufhin, dass der Radweg nicht gestreut wird.

Allerdings: Auf der Ostseite ist der Weg Am Südwestfriedhof bis zur Brückenauffahrt noch gestreut. "Die Leute fahren ungebremst auf den ungestreuten Bereich", schildert sie das Problem - und schwupps kämen sie ins Straucheln. Lerche steigt mittlerweile vor der Brücke ab, schiebt ihr Fahrrad rüber. Alles andere wäre zu gefährlich. Aber nicht jeder wüsste eben, dass es auf der Brücke glatt ist. "Da taut's natürlich auch zuletzt."

Fahrrad stehen lassen

Platz genug für ein Streufahrzeug wäre jedenfalls. "Während der Bauzeit standen auch große Bauwagen dort." Die Stadt verweist dagegen auf das Hinweisschild und erklärt: "Radwege und Radwegeverbindungen wie die Schnettkerbrücke werden im Winter nicht vorrangig betrachtet, die Verkehrssicherheit genießt an vielen anderen Stellen und Flächen im Stadtgebiet Priorität", erklärt Stadtsprecher Thomas Kampmann. Außerdem sei es vernünftiger das Fahrrad im Winter stehen zu lassen und als umweltbewusster Verkehrsteilnehmer Bus oder Bahn zu nutzen.

"Wer dennoch mit dem Rad unterwegs ist, sollte sich entsprechend vorsichtig bewegen und Hinweisschilder beachten", lautet sein Hinweis. Einen Tag nach dem Sturz der Radfahrerin war die Schnettkerbrücke übrigens gestreut, berichtet Ulrike Lerche. "So ist es einfach viel besser."

Von Jana Schoo

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