Sanierungsbedürftige Kita bald Flüchtlingsheim?

Seit drei Jahren steht das alte Gebäude der Kita am Steinkühlerweg leer. Wegen Ungeziefer- und Schimmelbefall wurde sie geschlossen. Jetzt sollen hier eventuell Flüchtlinge untergebracht werden.

Hörde.. Schimmel, Ungeziefer, feuchte Wände - von einem Tag auf den anderen wurde die Kindertagesstätte Steinkühlerweg angesichts des maroden Zustands im Juli 2012 geschlossen. Jetzt soll das Gebäude am Rande von Hörde eventuell als Flüchtlingsunterkunft wiederbelebt werden.

Seit drei Jahren verwaist

Dass die seit drei Jahren verwaiste Kita unter dem Stichwort "Maßnahmen in Projektvorbereitung" in der Liste der Verwaltung zur Schaffung von Flüchtlingsunterkünften auftaucht, sorgt nicht nur bei den ortskundigen Hörder Politikern für Verwunderung. Denn als der mehr als 40 Jahre alte Flachbau vor drei Jahren geschlossen wurde, hieß es von Seiten der Verwaltung, eine Sanierung lohne sich nicht mehr. Deshalb wird nun eine neue Kita gebaut.

Umso erstaunlicher ist, dass in der aktuellen Liste des städtischen Liegenschaftsamtes nun eine Kostenobergrenze von 250 000 Euro als Investitionssumme für die Herrichtung der alten Kita genannt wird, in der etwa 40 Flüchtlinge untergebracht werden sollen. In welchem Umfang das Gebäude saniert werden soll, darüber gab es gestern von der Verwaltung keine Auskunft. Die Prüfung laufe noch.

Entscheidung noch offen

Und in der Vorlage der Verwaltung für die Politik heißt es: "Bei der Angabe einer Kostenobergrenze liegen aktuell noch keine Planungsergebnis vor." Die Entscheidung, ob die Kita tatsächlich zur Flüchtlingsunterkunft werde, sei noch völlig offen, sagt Stadtsprecher Frank Bussmann.

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