Rudi, der rockende Rentner

Überarbeitet und wiederaufgeführt: Blaue Augen, Musikrevue mit Liedern aus 65 Jahren Musikgeschichte
Überarbeitet und wiederaufgeführt: Blaue Augen, Musikrevue mit Liedern aus 65 Jahren Musikgeschichte
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das Hörder Hansa-Theater hat die Musikrevue „Blaue Augen“ nach einer dreijährigen Pause runderneuert und wiederaufgeführt.

Hörde..  „Blaue Augen“ – die, die so schön sind. Die, mit denen man sich auf manches einlässt. Und die, die man sich dann damit auch holt. Zu einer Musikrevue hatte Jost Krüger Erfahrungen aus der Zeit von 1945 bis heute zusammengefasst mit den Songs, die dazu im Radio liefen – und manchem Augenzwinkern.

Auch das Publikum sang mit

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Am Wochenende feierte „Blaue Augen“ nach etwa dreijähriger Überarbeitungspause Wiederaufnahme im Hansa-Theater - mit neuem Ensemble: „Ganz viele Sternchen erklommen den Musikhimmel und waren ganz schnell wieder schnuppe“, viele Songs aber wurden Evergreens. „65 Jahre Musikgeschichte - wo sieht man das heute noch? Stücke, die man von klein auf kennt, ich konnte alles mitsingen“, was neben Edeltraud Kositschka auch das restliche Publikum tat. „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen“, „Geh’n Se mit der Konjunktur“ oder „Kriminaltango“ gehören ebenso zum Lebensgefühl dieser Jahrzehnte wie Bill Haleys „Rock Around The Clock“, „Nothing‘ But A Hounddog“, „Son Of A Preacherman“ oder „Let It Be“ von den Beatles. Daneben auch noch der Blick nach Europa mit „Ich bereue Nichts“ im französischen Original, „Tulpen aus Amsterdam“, „Weiße Rosen aus Athen“ und den unvermeidlichen „Capri-Fischern“.

Stimmig dazu das Bühnenbild mit Kiosk und Fotos aus der Dortmunder Stadtgeschichte, die über die Bühnenwand wechselten. Stimmlich und charakterlich am wandlungsfähigsten und damit eine echte Entdeckung des Hansa-Theaters war Mathias Schiemann. Christoph Nitz ließ rockig die Hüfte rollen, während die zierliche Anna Pappert mit tiefer Stimme und tiefem Gefühl überzeugte. Hanna Charlotte Krüger verbreitete mädchenhafte Spritzigkeit. Die Kurzauftritte von Rudi Strothmüller als rockendem Rentner und seiner Tochter Inga mit „I Will Always Love You“ trafen beim Publikum genau den Nerv. Denis Cosmars vierköpfige Blue Eyes Band war dabei immer nah an den Originalen.

Alles Garanten dafür, dass diese Revue dem Theater erneut den Erfolg bescheren wird, den es mit der ersten Version bereits hatte.