Polizei lässt Drogenpicknick hochgehen

Die Polizei hat vier Männer am Dienstagnachmittag bei einem Drogenpicknick in Hombruch erwischt. An der Deutsch-Luxemburger-Straße saß das Quartett an einem improvisierten Tisch aus Holzbohlen. Gedeckt war der Tisch jedoch nicht mit Essen und Getränken.

Hombruch.. CS-Gas, Drogen und Zubehör wie Feinwaagen und Verpackungsmaterial lagen offen auf dem Tisch, als die Zivilpolizisten Dienstagnachmittag (20. Januar) gegen 15.53 Uhr nach einem anonymen Hinweis den Bereich an der Deutsch-Luxemburger-Straße absuchten. Sie trafen das Quartett in der Nähe der Mountainbike-Crossstrecke an der Jugendfreizeitstätte an, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei.

Mit dem Besuch hatten die vier Männer offensichtlich nicht gerechnet: Sie erstarrten. Dann schien es, als wollten sie den Anweisungen der Polizei Folge leisten. Doch plötzlich griff einer der Männer nach seinem Rucksack und wollte davonrennen. Als die Beamten ihn festnehmen wollten, strauchelte der 19-jähriger Dortmunder und wehrte sich mit Tritten und Schlägen. Bei der Auseinandersetzung verletzten sich die Polizisten. Die drei anderen Männer konnten fliehen.

Pfefferspray und Handschellen

Auch die Handschellen halfen nicht dabei, den 19-Jährigen zu beruhigen. Die Polizisten drohten mit Pfefferspray und sprühten ihn schließlich auch damit an. Trotzdem wehrte sich der mutmaßlichen Dealer heftig. Im Polizeigewahrsam fanden die Einsatzkräfte "eine Spielekonsole, Betäubungsmitteluntensilien für Verpackung und Verkauf, Bargeld in dealertypischer Stückelung, ein Handy, CS-Gas und Betäubungsmittel".

Um welche Drogen es sich handelte und wie viel der Dortmunder dabei hatte, konnte die Pressestelle nicht sagen. Jetzt ermittelt die Polizei gegen den 19-Jährigen wegen einer ganzen Reihe von Vorwürfen: Verdacht des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln, Straftaten gegen das Waffengesetz, Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte und Beleidigung. Seine flüchtigen Freunde werden noch gesucht - Hinweise bitte unter Tel. (0231) 1 32 74 41 entgegen.