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Parkplatznot nervt Supermarkt-Kunden

27.12.2012 | 16:32 Uhr
Parkplatznot nervt Supermarkt-Kunden
Über die Hörder Brücke erreicht man den neuen Rewe. Parkplätze gibt es in einer Garage im Untergeschoss, doch vielen Kunden bereitet die Anfahrt noch Probleme.Foto: Klaus Pollkläsener

Hörde.   Rewe sucht weiter nach einem Standort, der auch Autofahrern entgegenkommt.

Aus zwei großen Rewe-Filialen wurde eine: Supermarktkunden in Hörde und Umgebung spüren in diesen Tagen die Auswirkungen eines Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiels im örtlichen Einzelhandel. Und viele vermissen vor allem eines: Ihre alten Parkplätze direkt vor dem Laden.

Gut 25 Jahre lang war die Gewerbefläche am östlichen Ende der Hörder Bahnhofstraße, nahe dem heutigen Phoenix-See, ein kleines Einkaufsparadies für die Menschen aus Hörde, Benninghofen oder Hacheney. Ein Hellweg-Baumarkt, ein großer Rewe und ein Aldi boten an diesem Standort ihre Waren an – mit ausreichend kostenlosen Parkplätzen für alle Kunden. Jetzt sind die Gebäudekomplexe verwaist. Als letzter zog der Rewe am 15. Dezember aus seinem früheren Supermarkt aus. Dort wird demnächst rundum saniert und neu vermietet. An wen, darüber hüllt sich der Projektentwickler noch in Schweigen.

Andrang im Bahnhofs-Rewe

Die Hörder Kunden streben nun in Scharen in den im Sommer eröffneten Rewe im Bahnhof, der eigentlich eher auf die sogenannten Taschen-Kunden und weniger auf Autofahrer ausgerichtet ist. Dieser Rewe erlebte am Samstag vor Weihnacht einen Ansturm bislang ungekannten Ausmaßes. „Die Menschen standen vor den Kassen bis zurück an die Fleischtheke“, sagt Kunde Ulrich Koch. Der Supermarkt war zum Bersten voll. Und das, obwohl die Parksituation für die meisten Kunden noch unbefriedigend ist.

Geschäftsführer Carsten Schulenburg bestätigt, dass es vor Weihnachten eine Ausnahmesituation gegeben hat. Er sei aber nicht sicher, ob der außergewöhnlich große Ansturm wirklich Folge der Konzen­tration auf nur noch eine Rewe-Filiale in Hörde war. „Feiertage sind immer eine Ausnahme. Wir müssen bis in den Januar abwarten, wie sich das entwickelt.“ Was Schulenburg aber auch bestätigt: „Rewe sucht weiter nach einem zusätzlichen Standort in Hörde. Es fehlt der Markt für die Autofahrer, den wir früher hatten.“

Alfred und Elisabeth Illinger haben gerade im Hörder Rewe eingekauft. Sie nutzen die Tiefgarage unter dem Rewe, die viele wegen der schwierigen Anfahrt aus einer Baustelle heraus noch meiden. „Für uns ist die Einkaufssituation hier im Umkreis okay“, sagt Alfred Illinger. Man müsse jetzt halt mobiler sein. Die alten Parkflächen in Hörde vermisse er schon. Aber es gebe ja noch andere Supermärkte im Umkreis.

Ein Kunde aus Kirchhörde, der seinen Namen nicht nennen möchte, schimpft über die Parksituation. „Das Parkhaus findet man ja gar nicht.“ Carsten Schulenburg hingegen hofft, dass sich die Lage entspannt, wenn die Baustelle vor der Einfahrt verschwindet. Sie ist offenbar so abschreckend, dass selbst am Tag mit dem größten Ansturm zeitweise ausreichend Parkplätze frei blieben.

Auf der alten Gewerbefläche in See-Nähe, die jetzt nur noch leere Ladenlokale beheimatet, hat sich derweil eine ganz andere Situation ergeben. Die großen Parkflächen werden jetzt von Dauerparkern genutzt. Wer gut zu Fuß ist, hat nun einen sicheren, kostenlosen Parkplatz am Rande der Hörder City.

Jürgen Potthoff



Kommentare
29.12.2012
17:29
Parkplatznot nervt Supermarkt-Kunden
von kopfhoch | #2

Wehe die Aufzüge sind kaputt, dann muss eine riesige Treppe erklommen werden. Wer plant so etwas? Der Rewe ist nur bequem für Kunden, die über die Brücke aus Süden kommen.

28.12.2012
15:54
Parkplatznot nervt Supermarkt-Kunden
von Schorlemme | #1

Aus DREI Rewe Filialen wurde eine geschaffen. Und es heißt immer der Rewe hätte im Bahnhofsgebäude 80 neue Arbeitsplätze geschaffen. Ja dann hat er aber vorher 100 vernichtet.

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