Parkplätze im Hombrucher Ortskern sorgen weiterhin für Streit

Die Idee einer Parkpalette am Aussigring ist noch nicht vom Tisch. Die Diskussion um Hombruchs Parkplatzsituation geht in die nächste Runde. Warum es jetzt neuen Ärger gibt, lesen Sie hier.

Hombruch.. Das Parkraumgutachten für Hombruch und die Frage, wie weitere Parkplätze für den Ortskern geschaffen werden könnten, sorgen weiterhin für hitzige Diskussionen. Offenbar gibt es jetzt sogar neuen Nährboden für weiteren Ärger. Denn laut Hans-Jürgen Grotjahn von der CDU-Fraktion gebe es nun die Gewissheit, dass die rund 80 Parkplätze rund um das Kaufhaus Dustmann durch die Mitarbeiter des Betriebes ausgelastet würden. Die Idee des CDU-Mitglieds: Sie könnten beispielsweise ihre Autos auf einer möglichen Parkpalette am Aussigring abstellen und die anderen Stellplätze so den Kunden zur Verfügung stellen - ein Argument, das für die Parkpaletten-Lösung sprechen würde. Eine Angabe darüber, wie viele andere Beschäftigte die Parkplätze bei Dustmann nutzen, gibt es allerdings nicht.

SPD lehnt Parkpalette strikt ab

Der Bau einer Parkpalette am Aussigring, also einer weiteren Stellplatzebene, ist einer der Handlungsvorschläge des Parkraumkonzepts, das zum ersten Mal während der Bezirksvertretung im Februar diskutiert wurde - und seitdem heftige Debatten auslöst. Durch die Ebene könnten 80 neue Stellplätze geschaffen werden. Das Problem: Da die Stadt Dortmund keine Mittel für eine Finanzierung bereitstellt und weder als Bauherrin noch als Betreiber in Frage kommt, würden die Parkplätze für die Autofahrer kostenpflichtig.

Während die Grünen (Bündnis 90) in der Bezirksvertretung das als allerletzte Möglichkeit sehen, lehnt die SPD den Bau einer Parkpalette strikt ab. Laut Markus Demtröder zeige das Parkraumgutachten, dass der Parkdruck selbst zu Spitzenzeiten nicht so groß sei, dass die negativen Auswirkungen auf das Umfeld gerechtfertigt wären. Dazu zählen zum Beispiel ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und das Problem, dass die Autofahrer in den Nebenstraßen auf die kostenlosen Parkplätze ausweichen würden. Ebenso käme dann in Frage, die Straßen im Umfeld als Bewohnerparkplätze zu markieren - dann müssten die Anwohner jedoch gegen Gebühr einen entsprechenden Ausweis beantragen.

Bezirksbürgermeister reagiert mit Unverständnis

Hans Semmler kann die Position der SPD nicht nachvollziehen. Die Vertreter der Sozialdemokraten hätten schließlich vor mehreren Jahren ein klares Ja zum Thema Parkpalette abgegeben.