Panische Kühe büxten ein zweites Mal aus

Doppelter Kuh-Alarm am Schultenhof: Sieben Kühe waren am Donnerstagmorgen ausgebüxt. Sie hielten die Polizei mehrere Stunden auf Trab. Am Nachmittag waren die Tiere wieder eingefangen, die Jagd beendet. Eigentlich. Denn dann ergriffen zwei Kühe erneut die Flucht.

Renninghausen.. Wie am Freitag bekannt wurde, gelang zwei Kühen gegen 16.44 Uhr die erneute Flucht vom Schultenhof-Gelände. Wie das passieren konnte, ist bislang ungeklärt. Klar ist aber, dass die Gefahr beim zweiten Ausbruch größer war. "Die Rinder haben sich getrennt, und sie waren sehr panisch", sagte eine Polizeisprecherin am Freitag auf Anfrage.

"Es gab Straßenteilsperrungen, und ein Tier hat sich im Gleisbereich zwischen den Haltestellen Barop und Kruckel aufgehalten." Darum wurde auch die Bundespolizei eingeschaltet. Passanten, die mit ihrem Collie unterwegs waren, haben die Kühe gegen Mitternacht auf einer Wiese an der Karl-Wenk-Straße gesehen, berichten sie.

"Unser Collie stöberte die Kuh auf, die sich im Gebüsch versteckte, und jagte sie durch die Gegend." Einige Anwohner, die mit Bierflaschen auf dem Balkon gestanden hätten, "trauten ihren Augen nicht, als sie die Kuh sahen - und schworen dem übermäßigen Alkoholgenuss ab".

Nach Mitternacht haben Polizei und Besitzer dann entschieden, die Rinder betäuben zu lassen. "Die Tiere haben sich einfach nicht einfangen lassen", heißt es von Seiten der Polizei, "und irgendwann mussten wir ein Ultimatum setzten."

Um 3 Uhr war alles vorbei

Die Kühe ignorierten sämtliche Forderungen - also wurde ein Experte zur Hilfe gerufen. Ein Rind betäubte er gegen 2 Uhr an den Gleisen, das andere gegen 3 Uhr in der Nähe der Straße Am Beilstück. Dann kamen die Tiere in einen Transporter, und schließlich zurück zum Schultenhof. Das Ende einer kuriosen Geschichte.