OB schlägt neue Sportfläche vor

Der Sportplatz an der Lichtendorfer Straße könnte mit Geschäften bebaut werden, wenn der Klub eine neue Fläche bekäme.
Der Sportplatz an der Lichtendorfer Straße könnte mit Geschäften bebaut werden, wenn der Klub eine neue Fläche bekäme.
Foto: Klaus Hartmann
Was wir bereits wissen
Die Sportfreunde Sölderholz sollen einen neuen Sportplatz an der Ostbergerstraße bekommen, auf dem alten Feld könnten sich Geschäfte ansiedeln.

Sölderholz/Lichtendorf..  In das Thema Nahversorgung in Sölderholz/Lichtendorf scheint Bewegung gekommen zu sein. Oberbürgermeister Ullrich Sierau hat Politikern der Aplerbecker Bezirksvertretung eine neue Heimat für die Sportfreunde Sölderholz vorgeschlagen. Das Areal liegt an der Ostbergerstraße, im Tausch soll auf dem bisherigen Sportplatz an der Lichtendorfer Straße großflächig Einzelhandel angesiedelt werden. Es ist allerdings ein Vorschlag mit Haken und Ösen.

Blicken wir zurück. Auslöser dieses geplanten Flächentausches war ein Feuer, das vor gut zwei Jahren die Rewe-Filiale an der Nelkenstraße niederbrannte. Im Nachgang des Brandes entstand der Plan, auf dem Sportplatz an der Lichtendorfer Straße Geschäfte für die Bürgerinnen und Bürger in Sölderholz und Lichtendorf anzusiedeln. Ausweichplatz für die Fußballer: die Römerstraße. Doch die Verwaltung, die diese Fläche ins Verfahren nahm, musste passen. Das Grundstück steht nicht zur Verfügung.

Am Mittwochabend kam der Oberbürgermeister mit einer Steilvorlage ins Spiel. Sierau schlug den Aplerbecker Ortspolitikern die Ostbergerstraße vor. Östlich des kleinen Friedhofs sollen ein Sportplatz, ein kleines Spielfeld, ein Vereinsheim für die SF Sölderholz und Stellplätze entstehen.

Einer der Haken an der Sache: Die Fläche liegt in einem sensiblen Umfeld, wie Stadtplanerin Birgit Niedergethmann bestätigte. „Südlich eines Naturschutzgebietes, wir legen größten Wert darauf, die Integration in den Freiraum hinzubekommen.“ Schon am 27. November soll eine Vorlage mit dem neuen Standort in die Bezirksvertretung Aplerbeck, am 5. Dezember berät der Planungsausschuss. Ohne eine Vorfestlegung treffen zu wollen, sagt Birgit Niedergethmann: „Wir müssen einen vernünftigen Abstand zur Wohnbebauung hinbekommen. Alle in Frage kommenden Bereiche sind jetzt abgescannt. Es gibt keine Alternative.“

Jetzt liegt der Ball im Aplerbecker Parlament. Die Politik muss entscheiden, das bedeute aber noch kein „Go“, betont Niedergethmann. In der schwarz-grünen Koalition zweifelt man ohnehin an der „Entscheidungsreife“ des Vorschlags. Es gebe nicht mal Planungsrecht und schon gar kein Geld, heißt es.