„Nur noch eine ADAC-Teststrecke“
15.08.2012 | 17:47 Uhr 2012-08-15T17:47:00+0200
Schüren. Bei den Anwohnern der Meinbergstraße wächst der Ärger über die ruinierte Fahrbahndecke.
Er ist das neue Aushängeschild des Dortmunder Südens. Doch auch der Phoenix-See hat einen „Hinterhof“. Und dort wächst der Unmut der Anwohner über Straßenschäden, die vermutlich aus den Arbeiten an dem See resultieren.
Zweigeteilte Straße
An der nordöstlichen Seite des Sees liegt die Meinbergstraße in Schüren. Hier überquert die B 236 das Gelände, hierher wurde über Jahre der Schwerlastverkehr für den Erdaushub am Phoenix-See geführt. Weiter oberhalb entstehen die schönen neuen Häuser am See. Dort ist die Straße gut befahrbar. Doch an der unteren Meinbergstraße ist sie ein einziges Sammelsurium aus Löchern und Teerflicken. Sehr zum Ärger der Anwohner.
Die CDU im Stadtbezirk Aplerbeck hat sich des Themas angenommen. Ratskandidat Reinhard Frank beschreibt die Situation drastisch. „Das ist hier höchstens noch eine ADAC-Teststrecke“. Getestet werden vor allem Stoßdämpfer und die Nerven der Autofahrer. Für Frank steht fest, dass die massiven Schäden an der Fahrbahn aus den jahrelangen Bauarbeiten am Phoenix-See resultieren. Er findet: „Die Stadt Dortmund sollte nicht auf den Reparaturkosten hängenbleiben. Da müssen Straßen NRW oder auch die Emschergenossenschaft mit ins Boot. Das ganze Erdreich, das hier transportiert wurde – alles lief über diese Straße.“
Anwohner sind sauer
Am unteren Ende der Meinbergstraße arbeiten auch viele kleinere Betriebe, die jahrelang durch die Bauarbeiten beeinträchtigt worden waren. Aus ihren Reihen gebe es viele Beschwerden, so Frank. Für sie hat das Anlegen des Phoenix-Sees bislang nicht dafür gesorgt, dass ihr Stammsitz zur besten Adresse wurde. Sie leben an einer Holperpiste.
Die örtliche CDU hat erste Schritte zur Verbesserung der Situation unternommen, so Frank. Das Tiefbauamt signalisierte allerdings, dass für eine Ausbesserung der Fahrbahn kein Geld im Topf sei. Nach der Rats - und Bezirksvertretungswahl am 26. August will die CDU nun klären lassen, wer sonst noch in die Pflicht genommen werden könnte.
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