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NRW-Minister gibt Segen für Bahnhof Hörde

20.06.2007 | 09:24 Uhr

Hörde. Der Minister gab seinen Segen zum Hörder Bahnhof im evangelischen Gemeindehaus in Wellinghofen: Oliver Wittke sicherte Dienstag Abend finanzielle Unterstützung des Landes NRW bei der Umgestaltung des Areals an der Hörder Bahnhofstraße zu. "Der Weg

Oliver Wittke war gern gesehener Gast des CDU-Stadtbezirks. Die positive und lang ersehnte Nachricht aus Düsseldorf fußt auf der Erkenntnis, dass Bergbau-Altlasten entweder nicht vorhanden oder bereits beseitigt sind. "Das uns vorliegende Gutachten gibt Sicherheit, Tagesbrüche sind so gut wie auszuschließen." An der fehlenden Kostenübernahme für die Bergbaualtlasten durch das Land oder die Deutsche Bahn AG drohte das Sanierungsvorhaben bekanntlich schon im Ansatz zu scheitern.

Wittke will zügig Gespräche mit der Bahn aufnehmen und konkret auch ein Zweier- oder Vierer-Bahnsteigmodell für Hörde diskutieren. Durch das Vierer-Modell, verblüffte der Minister für Bauen und Verkehr, ließen sich sogar neun Millionen Euro einsparen. Wittke versucht, über das Bundesschienenwege-Ausbaugesetz auch den Bund mit in die finanzielle Verpflichtung zu ziehen. Verhandelt wird über ein Schienenpaket bis Warburg, Hörde liegt auf der Reparaturstrecke.

"Wenn ein Investor da ist, müssen wir Gas geben und Hörde von anderen Projekten abkoppeln." Wittke verriet nichts Neues, als er sagte, dass mit dem Bahnhofgebäude "große Pläne im Schwange sind." Bislang ist als möglicher Investor nur die Harpen AG bekannt, die allgemeine Zurückhaltung bei dem Millionen-Objekt wurde immer mit den Restrisiko "Bergbau-Altlasten" begründet. "Beherrschbar und ökonomisch vertretbar" müsse jede Investition dort sein, formulierten es die Interessenten.

Oliver Wittke, unnachgiebiger Schalke-Fan und bekennender Gelsenkirchener, blickt neidisch auf Dortmund. "Mir gefällt der Schwerpunkt Wohnen am Phoenix-See", gestand er ein und rechtfertigte somit gegenüber anderen Bittstellern im Lande NRW die jüngsten drei Millionen Städtebaufördermittel für die Erschließung und weitere Aufbereitung des ehemaligen Stahlwerk-Geländes. Wittke sprach von einer klugen Baulandpolitik in Dortmund. Das verhindere Abwanderungsbewegungen. "Dortmund hat erkannt, dass man die Bürger nicht ins südliche Münsterland abziehen lassen darf." Das Phoenix-Ost-Projekt mit dem Wohnen am Wasser stärke Dortmund.

Von Thomas Kampmann

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